BECKENRIED: Tauchunfall: War es fahrlässige Tötung?

Der Überlebende beim Tauchunfall war der Tauchlehrer der beiden Todesopfer. Deshalb gerät er nun selbst ins Zentrum der Ermittlungen.

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Thomas Merz von der «Dive & Trek Connection Luzern» mit einem billigeren Nassanzug und (auf dem Tisch liegend) einem teureren Trockenanzug. (Bild Adrian Venetz/Neue NZ)

Thomas Merz von der «Dive & Trek Connection Luzern» mit einem billigeren Nassanzug und (auf dem Tisch liegend) einem teureren Trockenanzug. (Bild Adrian Venetz/Neue NZ)

Im Zusammenhang mit dem Tauchunfall bei Beckenried ergeben sich weitere brisante Fragen. Wie in der Zwischenzeit nämlich bekannt wurde, war der dritte Taucher, der mit den beiden Brüdern unterwegs war und überlebt hat, ihr Tauchlehrer. Und damit stelle sich unweigerlich die Frage, ob er allenfalls sogar die Schuld trägt am Tod der Brüder, wie Verhörrichter Alexandre Vonwil gestern sagte.

Im schlimmsten Fall muss sich der Tauchlehrer wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Tatsache ist, dass die verstorbenen Brüder unzureichend ausgerüstet waren für solch tiefe Tauchgänge. Einer der beiden hatte nicht einmal einen eigenen Tauchcomputer bei sich gemäss Aussagen eines Experten ist dies aber ein unverzichtbares Instrument für Taucher im Vierwaldstättersee. Der Tauchlehrer der Brüder dagegen trug eine professionelle Ausrüstung.

Die beiden Brüder sind vorgestern in ihrem Dorf Pfaffenheim im Elsass unter grosser Anteilnahme der Dorfbevölkerung beigesetzt worden. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung ihres Blutes liegen erst nächste Woche vor. Das Verhöramt erhofft sich weitere Hinweise.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.