BECKENRIED: Trotz Stau auf der Strasse lächeln alle

Am Umzug strahlten die vielen angereisten Fasnächtler mit der Sonne um die Wette. Das bunte Treiben auf der Dorfstrasse begeisterte Jung und Alt.

Andrea Waser
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Die Älplergesellschaft begann mit dem Bau der zweiten Röhre am Gotthard. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)

Die Älplergesellschaft begann mit dem Bau der zweiten Röhre am Gotthard. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)

«Vorem und ännet em Gotthard» wählte das Zunftmeisterpaar Paul III. mit Annamaria als Fasnachtsmotto. Die Folgen waren vorauszusehen: Stau auf der Umzugsroute, fantasievoll umgesetzt durch die Kindergärtler mit farbenfrohen, abgasfreien Kartonautos.

Nr. 22: die Chatzemuisig Buochs. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
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Rassig: Die Älplergesellschaft beginnt bereits mit dem Bau der zweiten Röhre am Gotthard. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Unheimlich: die Schluchtägruftis aus Ennetmoos als Wikinger. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
...und ihr Wagen. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Die Kindergärtler waren mit allerhand Fahrzeugen unterwegs und stellten so den Stau am Gotthard dar. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
"Tuut tuut!" (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Auch die Polizei ist mit dabei. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Zunftmeister Paul III. und Annamaria im Heu. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Der Wagen zum Hof des Zunftmeisters Paul III: Dextro-Zucht und Holzbau. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Der Zunftmeisterwagen: "Wotsch es vor oder ännet em Gotthard gmiätlich ha, chasch is Beizli oder Grotto ga." (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Und nochmal der Zunftmeisterwagen. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
...und von hinten. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Mit dabei sind die einheimischen Beggoschränzer. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Die einheimischen Beggoschränzer II. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Die einheimischen Beggoschränzer III. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Auf der Strasse kann man auch Schlitteln. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Die Tannäschuifler. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Birgerfäger im Jagdfieber. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)
Juhui: die Chriesizunft Kehrsiten. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)

Nr. 22: die Chatzemuisig Buochs. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)

Doch nicht nur die jüngsten Umzugs-teilnehmer erfreuten die zahlreichen Zuschauer, viele originelle Sujets hatten sich auch dieses Jahr im Umzug eingereiht. Die Bauer des Zunftmeisterwagens hatten keine Mühe gescheut und präsentierten stolz ihr Beizli mit lüpfiger Musik. Und «ännet em Gotthard» gab es ein Grotto mit allem Drum und Dran, Ferienstimmung und gute Laune inklusive. Gelungen war auch der Wagen der Zunftmeisterfamilie, der zeigte, was Paul III. nebst dem Regieren in der närrischen Zeit sonst noch so zu tun hat: Dextro-Zucht und Holzbau.

Nebst zahlreichen Guuggenmusigen, die mit fetzigen Rhythmen für tolle Stimmung sorgten, gaben sich auch die Altzunftmeister von Beckenried, Kehrsiten, Stans (Frohsinnvater) sowie die Zunft Ennetbürgen die Ehre. Eine Bereicherung waren die «wilden Gruppen», welche die gut gelaunten Zuschauer zu unterhalten wussten.

Tunnelbau, Rauch und rote Haare

Den Bau einer zweiten Röhre gleich selber in Angriff genommen hatte die Älplergesellschaft von Beckenried, und die Tannäschuifler sorgten mit dem Verbrennen von Reisig für den nötigen Rauch, welcher an einem Beckenrieder Umzug bekanntlich nicht fehlen darf. Die Jochtrichler hingegen gaben ihren Senf oder besser gesagt ihr «Chäs-li» zu den Ständeratswahlen.

Besondere Erwähnung verdienen die Beggo-Schränzer, welche dieses Jahr Jubiläum feiern und mit Stolz ihr Motto präsentierten: 40 Jahr roti Haar! Bekanntlich wird ja manchmal behauptet, dass die Beckenrieder rote Haare hätten. Übrigens ist ja vieles, was toll ist, von roter Farbe: die Schweizer Fahne, die Liebe, Erdbeerglace, Spaghettisauce, Rosen, das Nidwaldner Wappen ... Sind noch Fragen?
 

Andrea Waser

 

Bilder: Mehr zur Fasnacht unter www.nidwaldnerzeitung.ch/fasnacht

Noch ist das grosse Vorbild der Chyyhäderli aus Altdorf mit mehr Einsatz dabei als der Trommelnachwuchs. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)

Noch ist das grosse Vorbild der Chyyhäderli aus Altdorf mit mehr Einsatz dabei als der Trommelnachwuchs. (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)