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BECKENRIED: Unerwartete Kampfwahl

Überraschung: Statt Michael Murer wird an der Frühjahrsgemeinde der Genossen Martin Ambauen neu in den Rat gewählt. Und zwar als Genossenvogt.
Gerhard Amstad
Die neu gewählten Genossenräte Mathias Amstad, Martin Ambauen und Erwin Gander (von links). (Bild Urs Gander/PD)

Die neu gewählten Genossenräte Mathias Amstad, Martin Ambauen und Erwin Gander (von links). (Bild Urs Gander/PD)

Gerhard Amstad

Genossenvogt Hans Käslin hielt anlässlich der Frühjahrsgenossengemeinde seinen letzten Rückblick auf das eher ruhige Geschäftsjahr 2015 der Korporation Beckenried. Weniger ruhig ging dann das Traktandum Wahlen über die Bühne.

Überraschend kam es zu Kampfwahlen. Herbert Murer, seit 1992 für das Ressort Forst- und Alpwirtschaft im Genossenrat zuständig, hat den Rücktritt eingereicht. Zum Nachfolger wurde sein Sohn Michael Murer vorgeschlagen. Er ist von Beruf Maurer und soll dereinst den elterlichen Bauernbetrieb Oberried übernehmen. Ein Versammlungsteilnehmer wollte aber unbedingt, dass ein aktiver Landwirt im Rat Einsitz nimmt. Er schlug deshalb den 62-jährigen Martin Ambauen vor. Dieser obsiegte in der Abstimmung mit 42 zu 14 Stimmen klar. Hans Käslin erklärte ebenfalls seinen Rücktritt. Er wurde 2004 als Kassier in den Genossenrat gewählt und übernahm anschliessend für acht Jahre das Amt als Genossenvogt.

Ambauen trumpft zum Zweiten

Für Hans Käslin wählte die Versammlung Erwin Gander, 34, für vier Jahre in den Genossenrat und anschliessend auch zum neuen Genossenkassier für zwei Jahre. Als neuen Genossenvogt schlug Hans Käslin den bisherigen Kassier (seit 2008) Urs Peter Käslin vor. Auch hier regte sich Widerstand. Ein Genossenbürger portierte den frisch gewählten Genossenrat Martin Ambauen als neuen Genossenvogt und hatte Erfolg. Martin Ambauen erreichte 35 und Urs Peter Käslin 24 Stimmen.

Vorzeitig tritt Reto Amstad nach zwei Jahren aus privaten Gründen aus dem Genossenrat zurück. Unbestritten war die Wahl seines Nachfolger Mathias Amstad (Jahrgang 1988). Problemlos schaffte Genossenrat Urs Gander bereits zum 5. Mal seine Wiederwahl für vier weitere Jahre.

Tiefe Erlöse beim Nutzholz

Noch-Kassier Urs Peter Käslin präsentierte bei der Korporationsrechnung einen Gewinn von 124 600 Franken, rund 32 000 Franken weniger als im Vorjahr. Die Konzessionsgebühren der Klewen-Bahn und des Seebaggerbetriebs Wabag sowie die Baurechtszinsen brachten rund 215 000 Franken. Gut läuft der Wärmeverbund. Die 81 Bezüger haben für 478 000 Franken Wärme bezogen, fast 70 000 mehr als im Vorjahr, allerdings damals mit noch etwas weniger Anschlüssen. Die forstliche Arbeitsgemeinschaft Emmetten-Beckenried mit 13 Mitarbeitern (davon 5 Lernende) schrieb 2015 zum zweiten Mal seit ihrem Bestehen 2003 rote Zahlen. Das Defizit beträgt 20 740 Franken bei einem Arbeitsvolumen von total 1,13 Millionen. Vor allem die tiefen Erlöse beim Nutzholz machten zu schaffen.

Die Gemeindewerke Beckenried haben die provisorische Reservation einer Bauparzelle auf dem Land der Korporation in der Oberen Allmend für einen Werkhofneubau mit Büroräumen zurückgenommen.

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