BECKENRIED: Weisse Kabine hebt zum ersten Mal ab

Die neuen Kabinen der Klewenalpbahn hängen. Noch stehen Tests und Einstellungen an, bevor die Konzession der Luftseilbahn um 25 Jahre verlängert wird.

Martin Uebelhart
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Ein Kran hievt die Kabine der Klewenalpbahn vom Lastwagen unter die Aufhängevorrichtung. (Bild Corinne Glanzmann)

Ein Kran hievt die Kabine der Klewenalpbahn vom Lastwagen unter die Aufhängevorrichtung. (Bild Corinne Glanzmann)

Es ist kurz nach 9 Uhr an diesem Mittwochmorgen. Es giesst in Strömen, als der Lastwagen mit der neuen Kabine Nr. 1 bei der Talstation der Bergbahn Beckenried-Klewenalp eintrifft. Eine gute Stunde zuvor hatte die Reise bei der Herstellerfirma CWA Constructions in Olten begonnen.

Mit Hilfe eines Krans wird die Kabine abgeladen und unter das bereits auf beiden Tragseilen aufliegende Laufwerk und Gehänge gestellt. Mitarbeiter des Seilbahnbauers Garaventa und der Klewenalpbahn ziehen die über zwei Tonnen schwere Kabine mittels Flaschenzügen hoch und schrauben sie fest. Sepp Odermatt, Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG, beobachtet die Arbeiten und ist sichtlich erfreut.

Ist seit dem 29. Mai in Betrieb: Luftseilbahn auf die Klewenalp. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)
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Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ
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So hat die alte Gondelbahn ausgesehen. (Bild: PD)

Ist seit dem 29. Mai in Betrieb: Luftseilbahn auf die Klewenalp. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Rund 3 Millionen Franken investiert die BBE in die laufende Sanierung der Bahn. «Ende dieses Jahres läuft die bestehende Konzession und Betriebsbewilligung», sagt Sepp Odermatt. Darum sei die Sanierung nötig geworden. «2 von den 3 Millionen nimmt der Fahrgast gar nicht wahr», so der Geschäftsführer weiter. Denn neben den neuen Kabinen erhält die Luftseilbahn auch eine komplett neue Steuerung und einen neuen Motor. Beides wird von der Stanser Frey AG eingebaut. Laufwerke und Gehänge sind bei der Garaventa komplett überholt worden. Das Getriebe wird ebenfalls saniert. «Wir sind im Zeitplan», sagt Odermatt zum Stand der zweimonatigen Umbauphase. An Auffahrt soll die Bahn wieder fahren.