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BECKENRIED: Weltenbummler zeigt seine Bilder

Künstler Mino lädt zu einem Ausflug der besonderen Art in die Ermitage ein. Seine Bilder sind geprägt von einem farbigen, intensiven Energiefluss.
Kurt Liembd
Mino stellt seine Kunstwerke zurzeit in der Ermitage aus. (Bild: Kurt Liembd (Beckenried, 11. März 2017))

Mino stellt seine Kunstwerke zurzeit in der Ermitage aus. (Bild: Kurt Liembd (Beckenried, 11. März 2017))

Burma, Korsika, Senegal, Favelas in Rio, Oman, Buenos Aires, Caracas, Iguazu, Madagaskar, Riga, Feuerland: Was wie aus einem Geografiebuch tönt, ist die Werkliste mit den Namen der Bilder von Mino (56), mit bürgerlichem Namen Pietro Antonio Tignonsini. Auch wenn sein Name nicht einheimisch tönt, ist Mino ein waschechter Nidwaldner, in Beckenried aufgewachsen. «Mein Herz ist in Beckenried», sagt er von sich selbst, erwähnt gleichzeitig aber auch, dass sein Vater Italiener ist, seine Mutter halb Tschechin, halb Deutsche.

Rund 50 Personen erschienen zur Vernissage am Samstag im Lokal des Kulturvereins Ermitage. Die Besucher erlebten eine sinnliche Reise um die halbe Welt. Lebendig, farbig, dramatisch und schillernd entführen seine Bildkompositionen durch fremde Länder und Kulturen. Die teils grossflächigen Werke sind geprägt von starken Farben und vermitteln oft das Gefühl, als würden sie leben. Von der Technik her bestechen sie durch eine originelle Öl-Spachteltechnik, die teilweise mit Blattgold und andern Elementen ergänzt werden.

Im Paradies angekommen

Minos Reise startet in Salala, einer Stadt im Südwesten von Oman, führt um die halbe Weltkugel durch verschiedene Kontinente und endet in den Mangroven von Venezuela. Seine Werke bilden keine touristischen Klischees ab, sondern vielmehr das Innenleben des Künstlers. Teilweise ist gar eine sozialpolitische Dimension zu spüren. So zeigt das Bild «Madagaskar» nicht etwa die landestypischen unberührten Regenwälder, sondern die verbrannte Erde, verursacht durch den Menschen. «Ich war nicht als Tourist, sondern als Reisender und meist allein, einzig von meinem Rucksack begleitet, in all diesen Ländern unterwegs», erklärt der Künstler. So konnte er die Einheimischen beobachten, lernte ihre Sitten und Traditionen kennen und schloss tolle Freundschaften. All diese hat er später auf Leinwand gebracht.

Seit 1999 ist er voll und ganz Künstler. Vorher lebte er 30 Jahre in der Romandie, aber auch längere Zeit in Argentinien und Madagaskar. «Argentinien ist nebst der Schweiz mein zweites Heimatland», sagt Mino. Doch nun hat ihn seine erste Heimat eingeholt, wo er in der Rütenen wohnt und dort ein Atelier betreibt. Dass er ganz Einheimischer ist, bewies er an der Vernissage mit seinen Gedichten, die er in echtem Beckenrieder Dialekt vortrug. Und wohin führt es ihn in Zukunft? Er habe schon so viel von diesem wunderschönen Planeten gesehen, dass er nun realisiere, dass er im Paradies geboren wurde, so der Künstler.

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Ausstellung «Rund um die Welt» dauert noch bis 26. März. Galerie Ermitage, Dorfstrasse 30 in Beckenried. Öffnungszeiten: jeweils Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr.

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