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Beckenrieder Parkplätze sollen kosten

Die Gemeinde Beckenried will die öffentlichen Parkplätze ab nächstem Jahr teilweise bewirtschaften. Bis Ende Mai läuft eine Vernehmlassung zum neuen Parkplatzreglement
Richard Greuter
Der Parkplatz unterhalb der Talstation der Klewenalpbahn soll ebenfalls bewirtschaftet werden. (Bild: Oliver Mattmann (Beckenried, 31. Januar 2019))

Der Parkplatz unterhalb der Talstation der Klewenalpbahn soll ebenfalls bewirtschaftet werden. (Bild: Oliver Mattmann (Beckenried, 31. Januar 2019))

Bis jetzt ist das Parkieren auf öffentlichen Parkplätzen auf dem ganzen Gemeindegebiet von Beckenried kostenlos, an einzelnen Orten gibt es zeitliche Einschränkungen. Einzig im Gebiet Rütenen sind Parkfelder kostenpflichtig. Dies soll sich nun ändern. Wie an der gut besuchten Informationsveranstaltung am vergangenen Mittwoch zu erfahren war, will die Gemeinde die öffentlichen Parkplätze ab nächstem Jahr bewirtschaften.

Bereits in seiner Einführung kam Gemeindepräsident Bruno Käslin auf die unterschiedlichen Ansprüche und die heikle Thematik zu sprechen und kam zum Fazit: «Die Parkplatzbewirtschaftung ist ein Thema mit Zündstoff.» Im Februar wird das Parkplatzreglement im Internet aufgeschaltet. Bis Ende Mai können sich interessierte Kreise in einer Vernehmlassung äussern. Laut Gemeindepräsident Bruno Käslin soll das Projekt wenn möglich an der kommenden Herbstgemeindeversammlung zur Abstimmung gelangen. Anfang 2020 soll das Reglement in Kraft treten.

180 öffentliche Parkplätze sind neu kostenpflichtig

Gemeindevizepräsident Pascal Zumbühl, der das Vorhaben vorstellte, verwies auf die beiden Bauprojekte Neubau Unterstufenschulhaus und Sanierung Dienstleistungszentrum (Werkhof Gemeindewerk). Bei diesen Bauten entstehen zwei Tiefgaragen mit insgesamt 79 Parkfeldern. Für den Gemeinderat war immer klar, dass diese Einstellhallen bewirtschaftet werden müssten, sagte der Vizepräsident. Aber auch zahlreiche Aussenplätze sollen künftig kostenpflichtig werden. Dies sind die Plätze beim Gemeindehaus, beim Schulhaus, beim Strandbad, bei der Ermitage, im Gebiet Rütenen und die gemeindeeigenen Parklätze unterhalb der Talstation der Klewenalpbahn. Betroffen sind rund 180 Aussenparkplätze auf dem Gemeindegebiet. Zumbühl hielt fest: «Wir wollen das Rad nicht neu erfinden und Bewährtes beibehalten», und betonte: «Mit den Parkgebühren wollen wir nicht die Gemeindefinanzen sanieren.»

Wie in anderen Gemeinden besteht die Kostenpflicht während 24 Stunden, wobei die erste Stunde kostenlos ist. Die Parkgebühren zwischen zwei und sechs Stunden sollen zwei bis vier Franken betragen. Ein ganzer Tag soll 12 Franken kosten. Für Anwohner, Mitarbeiter oder Angestellte sind Dauerparkkarten erhältlich. Diese kosten 40 Franken pro Monat oder 440 Franken jährlich. «Man muss ein Bedürfnis nachweisen», so Pascal Zumbühl. Bei jenen Parkplätzen, die weiterhin gratis benutzt werden können – etwa jene im Dorfkern – ändere sich wenig. Dort müssen die Automobilisten weiterhin die Parkscheibe einstellen.

Auch die Klewenalpbahn will Parkgebühren

Einige Wortmeldungen betrafen das Parkieren entlang von Strassen und das Abstellen von Wohnmobilen. Das Parkieren entlang von Strassen sei im Strassenverkehrsgesetz geregelt und das Abstellen von Wohnmobilen zwecks Übernachtung sei nicht erlaubt, so die Antwort von Pascal Zumbühl.

Etwas kosten sollen in Zukunft auch die rund 440 Parkplätze bei der Talstation der Luftseilbahn Beckenried Klewenalp. Wie Pascal Zumbühl berichtet, geschieht dies auf Initiative der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG. Vorgesehen ist, dass jeder Bahnbenutzer einen Betrag von fünf Franken pro Kalendertag bezahlt.

René Arnold, Betriebsleiter des Gemeindewerkes, informierte über die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes. Im kommenden Mai können die Bürger über den Baukredit von 6,9 Millionen Franken befinden. Läuft alles rund, ist im Januar 2020 Baubeginn. Gemeinderätin Margrit Murer berichtet über die zunehmende Überalterung der Bevölkerung und die Folgen für das Gemeindeeigene Altersheim Hungacher.

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