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Beckenrieder Werkgebäude platzt aus allen Nähten

Das Gebäude des Gemeindewerkes am Oeliweg soll umfassend saniert und erweitert werden. Die Bürger befinden nun an der Urne über den 7-Millionen-Franken-Kredit.
Matthias Piazza
Das Gemeindewerk Beckenried am Oeliweg. (Bild: Eveline Beerkircher, 15. Mai 2019)

Das Gemeindewerk Beckenried am Oeliweg. (Bild: Eveline Beerkircher, 15. Mai 2019)

Der Baukredit von 6,98 Millionen Franken für die Sanierung und Erweiterung des Werkgebäudes, der am Sonntag an die Urne kommt, ist bitter nötig, findet Thomas Murer, Präsident der Verwaltungskommission des Gemeindewerkes Beckenried. «Das Dach ist undicht, auch sonst ist das Werkgebäude stark sanierungsbedürftig, zudem ist es zu klein geworden», beschreibt er die Situation am Oeliweg 4 in Beckenried.

Der Dienstleistungsbetrieb mit rund 30 Mitarbeitern und rund 20 Fahrzeugen ist für die Versorgung mit Strom, Wasser, Telefon, TV und Internet zuständig, betreibt eigene Kraftwerke, erledigt im Auftrag der Gemeinde den Unterhalt für Strassen, Anlagen, Plätze und Kanalisation, besorgt den Winterdienst auf den Gemeindestrassen und beinhaltet einen Elektroinstallationsbetrieb. Und dies für immer mehr Einwohner. Zählte Beckenried vor rund 20 Jahren rund 2900 Einwohner, waren es Ende des vergangenen Jahres fast 3700 Bürger. «Wir müssen jetzt handeln», ist die Situation für Thomas Murer klar.

Auch eine Wohnung ist geplant

Die Planungen laufen schon seit längerem. Am 12. Februar 2017 stimmten die Beckenrieder mit 83 Prozent einem Planungskredit von 360000 Franken zu. Geplant ist, das Werkgebäude zu sanieren und zu erweitern. Im Untergeschoss sind Tiefgarage, Technik- und Lagerräume sowie WC-Anlagen geplant. Der eigentliche Werkhof mit Abstellplätzen für die Kommunalfahrzeuge, Umschlagplatz, Lagerplätze und Werkstatt befindet sich im Erdgeschoss. Im ersten Obergeschoss soll unter anderem das Archiv unterkommen. Im zweiten Obergeschoss sind Empfang, Sitzungszimmer, Schulungs- und Aufenthaltsraum, eine Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnung und weitere Räume geplant. Diese Wohnung soll einerseits Einkünfte generieren und als langfristige Raumreserve für das Dienstleistungszentrum dienen.

Vorgesehen sind zudem rund ein Dutzend (kostenpflichtige) Parkplätze draussen und 33 Parkplätze in der Tiefgarage.

Gemeindeverwaltung würde zügeln

Mit dem Ausbau würden nicht nur die Arbeitsabläufe im Werkdienst optimiert, die Ausstattung den aktuellen Bedürfnissen angepasst und optimale Platzverhältnisse geschaffen. Mit dem Projekt will der Gemeinderat auch die Gemeindeverwaltung von der Villa Mühlematt an den Oeliweg zügeln.

Der Gemeinderat spricht in der Abstimmungsbotschaft von Synergien zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Gemeindewerk, von den Räumlichkeiten und der Personalplanung über die Informatik und Schalteröffnungszeiten bis zu den so wichtigen kurzen Wegen. Dies spare Kosten und steigere die Effizienz. «Die Bürger können so alle ihre Angelegenheiten an einem einzigen Schalter erledigen», schreibt er.

Auch Minigolf-Anlage würde aufgewertet

Bei dieser Gelegenheit soll auch die 16-Loch-Minigolf-Anlage neben dem Strandbad erneuert werden. So sollen die Toiletten und auch der Kiosk in das neue Werkgebäude integriert werden, wodurch der gedeckte Vorplatz für den Start und das Ende des Parcours grösser würde.

Die Villa Mühlematt soll auch nach dem Auszug der Gemeindeverwaltung im Besitz der Gemeinde bleiben. Die beiden Wohnungen im zweiten Obergeschoss würden nach wie vor vermietet. Noch offen ist die Nutzung der frei werdenden Räume in den drei unteren Stockwerken. Vorstellbar sei etwa, dass Vereine die Räume als Archiv benutzen könnten. Auch die Vermietung als Büroräume erwähnt der Gemeinderat in der Botschaft als Option.

Sollten die Beckenrieder auch diesem Schritt zustimmen, wofür sich die FDP laut ihrer Mitteilung ohne Gegenstimme ausgesprochen hat, würde noch diesen Juni das Baugesuch eingereicht und Ende Jahr das Gemeindewerk in ein Provisorium zügeln, damit die Mitarbeiter nach rund zweijähriger Bauzeit Ende 2021 ihr neues Dienstleistungszentrum beziehen können.

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