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Bei Franz Arnold ist sehr viel auf einmal passiert

Auch für Franz Arnold (38) hat das Jahr nur 365 Tage. Vielleicht fragt er sich gerade deshalb, wie er all die Veränderungen und Projekte im zu Ende gehenden Jahr gemeistert hat.
Beat Christen
Der dreifache Familienvater Franz Arnold nimmt anlässlich an einer öffentlichen Probe einen seiner beiden Söhne mit auf die Bühne. (Bild: André Niederberger (Oberdorf, 10. Juli 2018))

Der dreifache Familienvater Franz Arnold nimmt anlässlich an einer öffentlichen Probe einen seiner beiden Söhne mit auf die Bühne. (Bild: André Niederberger (Oberdorf, 10. Juli 2018))

Das Prättigau statt das Engelbergertal. Landwirtschaftsbetrieb statt Arbeiten im Forst und in der Baumpflege. Und dazu noch die Realisation einer neuen CD. Für den Nidwaldner Sänger Franz Arnold war das Jahr 2018 in jeder Beziehung ein Jahr der Veränderungen. «Da ist sehr viel auf einmal passiert», zieht Franz Arnold Bilanz und stellt sich am Ende des Jahres zurecht die Frage: «Wie habe ich das alles unter einen Hut gebracht?» Nun, wer Franz Arnold kennt, weiss, dass er ein steter Unruheherd ist. Ruhig sitzen ist nicht sein Ding. Und am liebsten möchte er mehrere Sachen gleichzeitig erledigen. In solchen Momenten ist er froh, jemand wie seine Frau Corinne an seiner Seite zu wissen, «die mich bremst und wieder zur Ruhe bringt.»

Gleich zum Jahresanfang hat sich Franz Arnold einen Herzenswunsch erfüllt. Ein Wunsch, dem er auf seiner vor vier Jahren erschienenen CD einen Song gewidmet hat und dabei offenbarte: «Am liäbstä wär ich Buir». Fernab der Heimat ging der Wunsch im Prättigau in Erfüllung. Hier konnte er mit dem Jahreswechsel einen Bauernbetrieb mit Mutterkuhhaltung in Pacht übernehmen. Im Sommer ist ihm dann seine Familie gefolgt. «Seither ist mein Glück perfekt. Meine Frau und die drei Kinder geben mir Halt.» Beim Begriff «Halt» schweifen Franz Arnolds Gedanken ab in die Bergwelt, wo beim Gang über ein schmales Felsband ein guter Stand beim Aufsetzen des Fusses wichtig ist. Dass er auch im Prättigau von Bergen umgeben ist, hat ihm den Entscheid zum Umzug erleichtert. Von seinem Zuhause aus ist der 2376 Meter hohe Vilan zu sehen. «Der kann es aber mit den Wallenstöcken nicht aufnehmen», sagt Franz Arnold mit fester Überzeugung und ergänzt: «Meine Wurzeln werden immer im Engelberger Tal sein.»

Wie das mit den Wurzeln ist, muss er als gelernter Forstwart und Baumpfleger wissen. Bekanntlich können die Wurzeln eines Baumes sehr tief greifen, um an die für das Leben so wichtige Energie zu gelangen.

Die Fans wollen immer mehr Wiudä Bärg

Apropos Energie – solche scheint der Wolfenschiesser in Hülle und Fülle zu haben. Denn neben dem Umzug hat Franz Arnold nach einem Jahr Schaffenspause sein Projekt Wiudä Bärg wieder auf Kurs gebracht. Die in der ersten Dezemberhälfte zu Ende gegangene Herbsttournee hat gezeigt, dass die Fans in der Schweiz nach wie vor hungrig sind auf neue Lieder des Nidwaldners. «Die Reaktionen auf die während der Tournee vorgestellten neuen Songs waren die Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.»

Solch positive Energien sind für Franz Arnold wichtig. Daraus hat er beispielsweise Kraft getankt für die Fertigstellung der im Januar erscheinenden neuen CD. Ein Krampf sei das gewesen. Doch auch diesem Umstand kann er etwas Positives abgewinnen. «Heute sehen viel zu viele immer nur das Schlechte. Dabei gibt es doch so viel Schönes auf dieser Welt zu entdecken.» Eine solche positive Grundhaltung möchte er auch seinen Kindern vermitteln. Und auch, dass das Treten an Ort nur ausgelatschte Spuren hinterlässt. «Wer nichts wagt, wird in seinem Leben wenig verändern», ist der Vollblut-Nidwaldner überzeugt.

Noch vor einem Jahr sass Arnold in Oberrickenbach am Abend auf einer Bank vor seinem Haus. Dachte bei einem Kaffee-Träsch über den zu Ende gehenden Tag und das Leben nach. Einen solchen Platz gibt es nun auch im Prättigau. Hier sitzt er jeweils auf der Veranda und lässt den Tag wie früher im Nidwaldner Ländli mit einem guten Kaffee samt Zusatz ausklingen. Vieles ist in den letzten zwölf Monaten passiert. Lieb Gewonnenes musste aufgegeben werden. Dafür kam viel Neues hinzu.

Jetzt dauert die Wiedersehensfreude einfach länger

Doch eines wird sich nicht ändern: die Fahrten zu den Proben mit seiner Band Wiudä Bärg. «Die dauern jetzt einfach länger, als dies zuvor von Oberrickenbach nach Oberdorf der Fall war. Dafür kann ich mich auf dem Hinweg etwas länger auf das Wiedersehen mit meinen Bandmitgliedern freuen», kann der Frontmann vom Wiudä Bärg diesem Umstand durchaus auch positive Seiten abgewinnen. Die gemeinsamen Proben in der Zivilschutzanlage im Untergeschoss des Gemeindehauses in Oberdorf werden auch in Zukunft einen festen Platz in der Agenda des Sängers haben.

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