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«Benvenuto» für neuen Dirigenten der Stanser Harmoniemusik

Roberto Cereghetti heisst der neue Dirigent der Harmoniemusik Stanse. Und der Tessiner hat die Herzen der Musikerinnen und Musiker mit italienischen Melodien gleich bei seinem ersten Konzert erobert.
Romano Cuonz
Die Harmoniemusik Stans widmete ihr Konzert unter dem Titel «Benvenuto Roberto» ganz und gar dem neuen Dirigenten Roberto Cereghetti. (Bild: Romano Cuonz (Stans, 2. Dezember 2018))

Die Harmoniemusik Stans widmete ihr Konzert unter dem Titel «Benvenuto Roberto» ganz und gar dem neuen Dirigenten Roberto Cereghetti. (Bild: Romano Cuonz (Stans, 2. Dezember 2018))

Die Harmoniemusik Stans erweckt mit ihren gut 40 aktiven Musikern und Musikerinnen einen sehr jungen, lebendigen Eindruck. Und wenn man so durch die Reihen der Blech- und Holzbläser bis hinauf zu überaus vifen Schlagzeugern und Perkussionisten blickt, wird einem klar: Hier ist ein ehrgeiziges Ensemble beisammen, das sich hohe musikalische Ziele gesteckt hat.

Der langjährigen Dirigentin Silvia Riebli gelang es, in intensiver jahrelanger Aufbauarbeit die Stanser Blasmusik in der zweiten Stärkeklasse des Schweizerischen Blasmusikverbandes (SBV) sehr gut zu platzieren. Auch nach ihrem Abgang wollen die Stanser ihre gute Arbeit fortsetzen.

So hat der Verein einen vielversprechenden, jungen Musiker und Dirigenten verpflichtet: Roberto Cereghetti aus Mendrisio. Der Tessiner verfügt über alles, was man sich wünschen kann. Einen Bachelor of Arts in Music Performance mit dem Hauptfach Posaune wie auch einen Master in Gehörbildung bringt er mit. Zurzeit steht Cereghetti in Ausbildung zum Master in «Wind Orchestra Conducting». Auch hat er bereits praktische Erfahrungen gesammelt als Dirigent des Musikvereins Concordia Dornach und als Spielführer in der Militärmusik. Wie sehr der Tessiner die Herzen der Stanser Musikerinnen und Musiker bereits erobert hat, bewiesen sie allein schon mit dem Titel über dem heurigen Jahreskonzert: «Benvenuto Roberto!»

Verdi und Rossini exakt und feurig

Dass die Stanser ihren freundlichen Willkommensgruss – in Worten und musikalischen Werken – in bestem Italienisch formulierten, verstand sich fast von selbst. Mit dem von Luigi Denza komponierten alten, neapolitanischen Volkslied «Funiculi, Funiculà» – ursprünglich war es einer Seilbahn auf den Vesuv gewidmet – eröffnete die Harmoniemusik den Konzertabend. Und was wäre besser geeignet gewesen, den Funken musikalischer Spielfreude aufs Publikum überspringen zu lassen, als dieser Evergreen. Die grossen Qualitäten des Klangkörpers wurden dann in den folgenden beiden Werken spür- und hörbar. Im Nabucco, den Franco Cesarini originalgetreu für Blasorchester bearbeitet hat. Da bekam das Publikum etwa das berühmte «Va pensiero» des Gefangenenchors zu hören. In diesem Werk werden aber auch sehr geschickt und klangvoll die Stärken von Einzelinstrumenten in Holz und Blech – jeweils mit kurzen Solopassagen -akzentuiert. Man erkannte sogleich: Cereghetti legt grössten Wert auf Präzision, auf eine reine Darbietung aber eben immer auch auf Temperament und Spielfreude. Qualitätsmerkmale wie diese wiederholten, ja steigerten sich beim anspruchsvollen Werk «La Gazza Ladra» von Giacchino Rossini. Wie Musik und Dirigent den schroffen Gegensatz zwischen martialischen Themen und beinahe lyrischen Partien hervorzuheben verstanden, war schon Klasse: Dies genauso mit Schlagzeug und Perkussion wie mit Flöten, Oboen, Klarinetten und Blechinstrumenten. Ein Glanzstück auch der mit allem im Korps steckenden «Power» dargebotenen Marsch «Saluto alla fanfara». Damit liess der Dirigent auch seine kompositorische Leidenschaft aufblitzen.

Tönende Erinnerungen an Filme

Nach der Pause waren dann bekannte Filmmusik und einer der wohl berühmtesten italienischen Songs angesagt. Ennio Morricones unsterbliche Western-Melodien entzückten das Publikum ebenso sehr wie Nino Rotas «Godfather Saga». Gerade bei letzterer fiel wiederum auf, über wie viele gute, teils auch recht junge Könnerinnen und Könner die Musik verfügt. Auffallend namentlich die volle, schöne Trompetenstimme mit längeren Solopassagen. Den Schlusspunkt setzte eine Melodie, welche die Auszeichnung «Ohrwurm» im durchaus positiven Sinn längst verdient: Eros Ramazottis Canzone «Piú bella cosa», die er für Michelle Hunziker komponiert hat! Sie kam auch beim Stanser Publikum gut an. Dieses spendete dann seinem Musikkorps – aber bestimmt ebenso herzlich dem neuen Dirigenten mit italienischem Temperament – einen lange anhaltenden Applaus.

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