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Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG hat gleich drei Sitze im Verwaltungsrat neu zu besetzen

An der Generalversammlung der Klewenbahn kommt es im Herbst zu Neubesetzungen im Verwaltungsrat. Anton Mathis und Oscar Amstad treten zurück, ein weiterer Sitz ist schon länger vakant. Fachkompetenz habe Priorität, heisst es von den Bahnen.
Franziska Herger
Schneeräumung auf den Pisten auf Klewenalp. (Bild: Corinne Glanzmann (Klewenalp, 12. Dezember 2018))

Schneeräumung auf den Pisten auf Klewenalp. (Bild: Corinne Glanzmann (Klewenalp, 12. Dezember 2018))

Die Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG muss gleich drei der sieben Sitze im Verwaltungsrat neu besetzen. Wie die Bahnen am Dienstagt mitteilten, treten Anton Mathis (51) und Oscar Amstad (70) zurück. Oliver Fuchs (58) hatte seine Demission bereits im März des vergangenen Jahres bekanntgegeben. An der Generalversammlung der Klewenbahn am 20. September sollen die drei Nachfolger gewählt werden. «Der Verwaltungsrat bedauert die beiden Rücktritte sehr», heisst es in der Mitteilung.

Anton Mathis sitzt seit elf Jahren als Vertreter der Gemeinde Emmetten im Verwaltungsrat. «Nach so vielen Jahren ist es Zeit, frischen Kräften Platz zu machen», sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. «Mit dem zusätzlichen Mandat als Gemeindepräsident von Emmetten ist die Arbeitsbelastung zudem enorm hoch.» Der Gemeinde bleibe er als Präsident erhalten.

Oscar Amstad, der nach 33 Jahren als Nidwaldner Finanzverwalter vor vier Jahren in den Verwaltungsrat der Bergbahnen Beckenried-Emmetten eintrat, begründet seinen Rücktritt ebenfalls mit grosser Arbeitsbelastung. «Mit meinen anderen Mandaten, etwa für die Willy Kaeslin Stiftung in Beckenried, bin ich oft den ganzen Tag unterwegs oder zu Hause an der Arbeit. Ich bin zwar gesund, muss mich aber entlasten.»

Bis im Herbst werde er unter anderem noch den neuen Leiter Finanzen einarbeiten. Die Stelle ist seit Mitte Januar ausgeschrieben und soll in den nächsten Wochen vergeben werden.

«Wir geben uns bei der Suche genug Zeit»

Oscar Amstad habe «mit seinen Kenntnissen und seinem Wissen in den Bereichen Finanzen, Organisation und Administration viel geleistet», so die Medienmitteilung. Die Umstellung auf die neue Rechnungslegung sowie die Verbesserung der Liquidität und der Zahlungsbereitschaft seien ihm ein grosses Anliegen gewesen. «Durch seine Schaffenskraft und seinen persönlichen Einsatz in der schwierigen Phase der Neuausrichtung des Unternehmens konnten viele der anstehenden Probleme gelöst werden», schreiben die Bergbahnen.

Die Aufgaben von Anton Mathis hätten unter anderem darin bestanden, die Anliegen der Gross­aktionäre einzubringen und die Neuaus­richtung im Bereich Marketing mit der regionalen Vermarktung strategisch aufzugleisen. Er habe auch bei der Neuausrichtung und Neubestellung der Geschäftsführung aktiv mitgewirkt.

Man werde bis Ende April Anforderungsprofile für drei neue Mitglieder des Verwaltungsrates erarbeiten, heisst es in der Mitteilung. Oliver Fuchs, der sieben Jahre lang Verwaltungsrat war und unter anderem für den Werbeauftritt des Bergbahnunternehmens verantwortlich zeichnete, hätte bereits an der September-Generalversammlung 2018 ersetzt werden sollen. Verwaltungsratspräsident und SVP-Regierungsrat Res Schmid erklärt: «Oliver Fuchs ist ein Visionär, ein Ideen-Produzent und kreativer Gestalter. Wir geben uns bei der Suche genug Zeit, um einen Nachfolger zu finden, der passt.»

Man habe zwar mit verschiedenen Persönlichkeiten Kontakt aufgenommen, so Schmid. «Doch wir müssen auch akzeptieren, wenn sich jemand nicht für das Amt bereit fühlt oder schlicht keine Zeit hat.» Trotz der turbulenten letzten Jahre inklusive 2-Millionen-Finanzspritze im Jahr 2017 sei er zuversichtlich, dass im Herbst mindestens zwei der drei Verwaltungsratssitze neu besetzt werden könnten, so Schmid. «Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen, aber die Entwicklung des Unternehmens geht in eine positive Richtung.»

Politische Vertreter sind weniger gesucht

Der Gemeinderat sei über seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat informiert, sagt Anton Mathis. «Wir werden an der nächsten Sitzung über Nachfolgekandidaten reden und den Bahnen einen Vorschlag machen.» Der Nachfolger müsse nicht zwingend Gemeinderat oder überhaupt Emmetter sein. «Natürlich ist die Vertretung der Region wichtig, aber Priorität hat eine möglichst hohe Fachkompetenz.»

Auch Res Schmid betont, dass als Nachfolgekandidaten nicht vornehmlich politische Vertreter gesucht würden. «Wir legen stattdessen Wert auf hohe Fachkompetenz, etwa im Tourismus, Marketing, Finanzen, in der Gastronomie oder Hotellerie.»

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