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BERGBAHNEN: Glücksgefühle am Stanserhorn

Die Schweizer Bergbahnen sind hoch im Kurs. Die Stanserhorn-Bahn schreibt gar Rekordwerte – dank Schweizer Gästen.
Dominik Buholzer
Ein ausgezeichnetes Jahr: Stanserhorn-Direktor Jürg Balsiger (rechts aussen) erhält von Erna Blättler, Nidwalden Tourismus, die Auszeichnung «Aktivität des Jahres». Links der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. (Bild Nadia Schärli)

Ein ausgezeichnetes Jahr: Stanserhorn-Direktor Jürg Balsiger (rechts aussen) erhält von Erna Blättler, Nidwalden Tourismus, die Auszeichnung «Aktivität des Jahres». Links der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. (Bild Nadia Schärli)

Dominik Buholzer

Uistrinket auf dem Stanserhorn. Heute Sonntag wird auf 1900 Metern über Meer das Saisonende gefeiert. Grund zum Anstossen gibt es: Mit über 185 000 Gästen schreibt die Oldtimerbahn eine neue Bestmarke; die bestehende von 169 000 Gästen stammt aus dem Jahre 2013. Von einem «Megabrüller» spricht Stanserhorn-Direktor Jürg Balsiger: «Wir werden uns in den kommenden Jahren wohl noch einige Male fragen, wie dies möglich war», meint er lachend.

Der Sommer schenkt ein

Ganz so schwierig ist die Erklärung nicht. Die Stanserhorn-Bahn profitierte vom herrlichen Sommer. Dies bescherte der Bahn bereits vor dem Martinisommer ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dies beschränkte sich freilich nicht nur auf Nidwalden. Laut den aktuellen Zahlen von Seilbahnen Schweiz verzeichneten die Bahnen im Wallis (5,7 Prozent), im Berner Oberland (10 Prozent), den Waadtländer und Freiburger Alpen (0,2 Prozent) sowie der Zentralschweiz (8,4 Prozent) mehr Gäste gegenüber dem Vorjahr. In der Ostschweiz (–2,0 Prozent) und in Graubünden (–0,4 Prozent) war die Entwicklung dagegen negativ. Gesamtschweizerisch beträgt das Plus 5 Prozent.

Ein Allzeithoch?

Von einem Jahrhundertsommer will Andreas Keller von Seilbahnen Schweiz allerdings nicht sprechen. «Es war zweifellos ein sehr guter Sommer», sagt er. Aber aufgrund der Tatsache, dass der Verband der Schweizer Seilbahnen erst seit wenigen Jahren ein Monitoring zum Sommergeschäft durchführt, könne man noch nicht von einem Allzeithoch sprechen. Zudem haben beispielsweise die Bergbahnen in der Zentralschweiz in diesem Jahr von der Aktion der Raiffeisenbank profitiert.

Die Aktion bescherte den Zentralschweizer Bahnen nicht nur mehr Gäste, sondern auch einen überdurchschnittlich höheren Umsatz. Dieser liegt laut dem Saisonmonitoring von Seilbahnen Schweiz 13,1 Prozent über dem Vorjahr. Gesamtschweizerisch beläuft sich der Zuwachs auf 8,2 Prozent.

Mit Freundlichkeit punkten

Bei vielen Seilbahnen werden Touristen aus dem asiatischen Raum indes immer wichtiger – gerade im Sommer. Nicht so bei der Stanserhorn-Bahn. Sie hat ihre Bemühungen im asiatischen Markt vor einigen Jahren nahezu eingestellt und sich auf den Schweizer Markt fokussiert. Der Gegentrend ist von Erfolg gekennzeichnet: Heute beträgt der Anteil an Schweizer Tagesgästen 85 Prozent, 15 Prozent macht der Anteil an ausländischen Gästen aus, davon sind ein Grossteil Gruppenreisen. «Wir wollen nicht gross werden, sondern gut», betont Stanserhorn-Bahn-Direktor Jürg Balsiger. Mit der Cabrio-Bahn verfügt das Stanserhorn zwar über ein weltweit neuartiges Seilbahnsystem. Die Seilbahn mit offenem Oberdeck zieht denn auch noch immer. Aber noch viel mehr punkten kann die Bahn bei den Gästen aber mit Freundlichkeit und Urtümlichkeit.

Ausgezeichnete Bahn

Dafür bekam die Bahn auch schon Preise – jüngst am vergangenen Donnerstag. Nidwalden Tourismus zeichnete die Stanserhorn-Bahn zur «Aktivität des Jahres 2015» aus. Insgesamt 40 Nidwaldner Ausflugsideen standen zur Wahl. Das Stanserhorn entschied die Ausmarchung ziemlich deutlich.

Der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger lobte die «vorbildliche Zusammenarbeit der Stanserhorn-Bahn im Tourismus». Von einer grossen Ehre sprach Stanserhorn-Bahn-Direktor Jürg Balsiger. Drehgondeln, spektakuläre Gondeln – technische Neuerungen sind gut fürs Geschäft. Das weiss auch Jürg Balsiger. Und obwohl die Cabrio-Bahn bereits in der vierten Saison fährt, denkt man am Stanserhorn noch lange nicht an die nächste Innovation. Jürg Balsiger: «Wir wollen nicht auf Teufel komm raus mehr Gäste, sondern Qualität.»

185 000

Personen fuhren in diesem Jahr aufs Stanserhorn – ein Rekordwert.

+ 5

Prozent mehr Gäste als im Vorjahr verzeichneten die Schweizer Seilbahnen diesen Sommer.

+ 8,2

Prozent mehr Umsatz erzielten die Schweizer Seilbahnen in den vergangenen Sommermonaten.

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