Leserbrief
«Bewährtes soll erhalten bleiben»

«Einheitsgemeinde kommt wieder vor die Urne», Ausgabe vom 13. Februar

Michi Baumann, Wolfenschiessen, Lehrperson und ehemaliges Schulleitungsmitglied
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In Wolfenschiessen bestehen zwei gut funktionierende und bewährte Modelle. Das sind die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde. Aus meiner Sicht als ehemaliges Schulleitungsmitglied ist eine Zusammenlegung unbegründet. Im Artikel wird aufgeführt, dass sich immer weniger Leute für ein politisches Amt begeistern lassen. Beim Schulrat Wolfenschiessen konnte ich dies nie beobachten und heuer kam es sogar zu einer Kampfwahl. Im Falle einer Zusammenlegung von Politischer Gemeinde und Schulgemeinde werden die Pflichten für die Ratsmitglieder umfangreicher oder anspruchsvoller. Ob es dann einfacher wird, Leute zu finden, die bereit sind, diese Verantwortung zu tragen – das glaube ich eher weniger.

Bis jetzt konnte mir ausserdem noch niemand aufzeigen, dass eine Zusammenlegung aus finanzieller Hinsicht einen wirklichen Gewinn darstellt und kostengünstiger wäre. Man bedenke, dass die Arbeiten dieselben bleiben und in Zukunft von Personen, welche in einem Lohnverhältnis angestellt sind, bewältigt werden müssten. Zudem werden heute schon Synergien genutzt, wie beispielsweise bei der Lohnadministration.

Ich bin der Meinung, dass Bewährtes erhalten werden soll und die beiden Körperschaften weiterhin finanziell unabhängig arbeiten sollten. Aus Sicht eines Primarlehrers, ehemaligen Schulleitungsmitglied der Schule Wolfenschiessen und Vaters sehe ich, dass der Schulrat seit Jahren gute und kompetente Arbeit leistet, er seiner Verantwortung nachkommt und diese ihm weiterhin überlassen werden kann. Ich sehe keinen Grund für eine neue Gemeindeordnung auszuarbeiten und lehne den Antrag ab.