Biene Maja und Pippi im Disco-Fieber

Wer ein rechter Fasnächtler werden will, muss früh beginnen. Gelegenheit dazu gabs am Freitag für etliche Dreikäsehochs.

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Drei Prinzessinnen haben die Qual der Wahl: Schoggistängeli im Brötli oder Kuchen? (Bild: Brigitte Schärer / Neue NZ)

Drei Prinzessinnen haben die Qual der Wahl: Schoggistängeli im Brötli oder Kuchen? (Bild: Brigitte Schärer / Neue NZ)


Konfetti in allen Farben und Formen pflasterten den Weg ins Spritzenhaus, von vielen erwartungsfrohen Kindern mit ihren Müttern und Vätern am gestrigen frühlingshaften Freitagnachmittag begangen. An der Tür dann: «Konfetti bleiben draussen.»

Aha, Ordnung muss sein, selbst an den närrischen Tagen. Aber stören tat das niemanden, weder die frechen Hexen samt Besen noch die stilecht ausstaffierten Piraten. Es gab Musik, «richtiges» Disco-Ambiente und ein Kuchenbuffet – was will Kind mehr? An die hundert liebevoll verkleidete Dreikäsehochs vergnügten sich mit ihren zum Teil kostümierten Eltern von 14 bis 17 Uhr im kuschligen Saal mit Festwirtschaft und tanzten in Socken (das rutscht besonders gut) die Schlagerhitliste der letzten 30 Jahre hinauf und hinunter.

Jahr für Jahr ein Renner

Zum fasnächtlichen Stelldichein hatte der Treff aktiver Mütter, zur Frauen- und Müttergemeinschaft Stans gehörend, geladen. «Ich weiss nicht so genau, seit wann wir diese Kinderfasnacht organisieren», erklärte Heidy Niederberger, eine von vier Organisatorinnen, die sich jeweils ein Jahresprogramm für Mütter mit Kleinkindern ausdenken und umsetzen. «Jedes Jahr können wir uns über viele Familien freuen – wir kommen also nicht aus der Mode.» In Fronarbeit hatten die aktiven Mütter für ein üppiges Zvieri-Buffet mit selbst gebackenen Kuchen, bunten Süssgetränken und allerlei Naschwerk gesorgt. Die Renner darunter: der Drachensirup und das Schoggistängeli im Brötli für die Kleinen und leckeren Kaffi Baileys für die Grossen.

Die Augen glänzten

Da liessen sich Biene Maja und Pippi Langstrumpf, Spiderman und Käpt’n Sparrow, wilde Hexen, noble Prinzessinnen, vorwitzige Clowns und brave Matrosen nicht zweimal bitten, wenn sich ein Hüngerlein nach den wilden Tanzeinlagen meldete.

Fast zum Schluss der närrischen Kindersause dann das Highlight: die Sunneguugger (nomen est omen) aus Ennetbürgen. Sie schränzten den Kleinen vor, was ein rechter Fasnächtler ist. Da staunte der kostümierte Nachwuchs, die Augen glänzten, und fast vergessen gingen Schoggibrötli und Drachensirup. Muss Fasnacht schön sein!

Brigitte Schärer