BILDUNG: Mehr Deutsch und Mathe für Schüler in Nidwalden

Der Nidwaldner Regierungsrat hat eine Teilrevision der Volksschulverordnung verabschiedet. Damit wird per Schuljahr 2015/2016 eine Aufstockung der Stundentafel in den Fächern Deutsch und Mathematik umgesetzt.

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Nidwaldner Primarschüler erhalten mehr Mathe- und Deutschunterricht (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Nidwaldner Primarschüler erhalten mehr Mathe- und Deutschunterricht (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Ab dem Schuljahr 2015/2016 sollen gemäss einer Mitteilung des Kantons Nidwalden die fünften und sechsten Primarklassen je eine zusätzliche Lektion Deutsch und Mathematik erhalten. Im Schuljahr 2016/2017 erfolgt an den ersten bis vierten Klassen ebenfalls eine Erhöhung um insgesamt eine Lektion in den genannten Fächern. Die Änderungen treten per 1. August 2015 in Kraft. Die Massnahme ergibt zu Lasten der (Schul-)Gemeinden Mehrkosten von jährlich insgesamt rund 652‘000 Franken.

Um die angestrebte Qualitäts- und Leistungsverbesserung überprüfen zu können, hat der Regierungsrat die Bildungsdirektion beauftragt, entsprechende Massnahmen zu erarbeiten. Das entsprechende Konzept wird dem Regierungsrat bis Ende 2014 vorgelegt.

Um das Qualitätsniveau der Bildung zu sichern und zu erhöhen, formulierte der Regierungsrat im Rahmen der Legislaturziele 2012-2015 als eine der Massnahmen, die Stundentafel für die Volksschulen zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren. Die durchschnittliche Unterrichtszeit für die Nidwaldner Schüler soll im interkantonalen Vergleich der deutsch-schweizerischen Kantone unter den ersten vier Plätzen zu liegen kommen (Jahr 2007: Rang 16 von 21 auf der Primarschulstufe). Die PISA-Ergebnisse vom 2009 ergaben zudem, dass Kantone, welche besser abschnitten, auch mehr Unterrichtslektionen zur Verfügung stellten.

Stärkung zweier Fachbereiche

Das Amt für Volksschulen und Sport hat in den Jahren 2004 bis 2012 alle Nidwaldner Volksschulen in Bezug auf ihre Qualität untersucht. Kernelement der Evaluation 2008 bis 2012 war eine flächendeckende Untersuchung des Deutschunterrichts. Dabei wurden die zur Verfügung stehenden Lektionen für den Deutschunterricht von den Lehrpersonen als zu gering beurteilt. Neben der aktuell zu tiefen Lektionenzahl im Vergleich zu anderen Kantonen steht bei der Revision der Volksschulverordnung neben der Stärkung des Fachbereichs Deutsch auch die Stärkung der Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik im Zentrum. Mit der Erhöhung der Anzahl Lektionen, die für den Nidwaldner Regierungsrat unabdingbar sei, soll bewusst ein Präjudiz für die noch zu erarbeitende Stundentafel des Lehrplans 21 geschaffen werden.

pd/nop