Bogenschützen: Neuer Parcours in Seelisberg geplant

Emmetten verfügt bereits über einen Bogenschiessparcours. Nun soll auch in der Urner Nachbargemeinde Seelisberg ein solcher realisiert werden. Die Idee kommt nicht bei allen gleich gut an.

Christoph Näpflin
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Bald soll auch in Seelisberg ein Bogenschiessparcours für Gäste aus dem In- und Ausland stehen. (Bild: PD)

Bald soll auch in Seelisberg ein Bogenschiessparcours für Gäste aus dem In- und Ausland stehen. (Bild: PD)

Ab 1. Januar 2019 arbeiten die Tourismusorte rund um die Klewenalp zusammen. Es entsteht ein gemeinsames Dienstleistungszentrum, die Kräfte werden auch personell gebündelt. Vor allem im Verkauf und Onlinemarketing werden damit neue Massstäbe gesetzt. Die überkantonale Zusammenarbeit soll in allen Orten und somit auch in Seelisberg mittelfristig mehr Wertschöpfung bringen und helfen, die Angebote und Dienstleistungen über die Landesgrenzen hinaus verkaufen zu können.

Nebst heutigen Angeboten für Übernachten oder Essen sowie Freizeitgestaltung sind neue verkaufbare Angebote gefragt. Der Vorstand von Seelisberg Tourismus arbeitet schon länger an einer Geschichtsreise durch Seelisberg, welche noch einige finanzielle Hürden zu nehmen hat. Einfacher und schneller realisieren lässt sich ein Bogenschiessparcours im Breitlohnwald unterhalb der Bergbahnstation. «Der Bogensport nimmt europaweit auch im Breitensport immer mehr an Bedeutung zu», weiss Tourismus-Präsidentin Ursi Aschwanden. Der Parcours ist als Ergänzung zum Bogenpark auf Stockhütte oberhalb Emmetten gedacht. «Mit einem weiteren in der Region Klewenalp werden die Bogenschützen aus dem In- und Ausland mehr als nur einen Tag in unserer Region verbringen. Sie übernachten, essen und trinken und benützen unsere Angebote. Somit entsteht ein Mehrwert für uns», sagt Aschwanden.

Seelisberg Tourismus hat in den letzten Monaten mit den zuständigen Behörden, Waldbesitzern und Umweltorganisationen die Voraussetzungen für einen sicheren Bogenschiessparcours geschaffen und die Baubewilligung bei der Gemeinde eingereicht. Die Investitionen für den Parcours mit 28 Stationen, welche auf einem vorgegeben Weg angelaufen werden, könnten mit dem Eintrittspreis der Benützer innert kurzer Zeit amortisiert und die laufenden Kosten finanziert werden.

Angst vor Verlust der Biodiversität

Einige Anwohner befürchten Lärmemissionen und den Verlust der Biodiversität im Waldabschnitt zwischen Wanderweg und Treibstrasse. «Wir hoffen, im Gespräch die Bedenken ausräumen zu können», erklärt Aschwanden. Seelisberg Tourismus kommt bis jetzt immer auf das Verständnis und die Unterstützung bei touristischen Projekten im Dorf zählen. Es entstehen keine festen Bauten oder Wege im betroffenen Waldabschnitt. Sollte der Bogenparcours die Erwartungen nicht erfüllen, könnte dieser rasch und ohne bleibende Spuren jederzeit wieder entfernt werden.