Bruno Leuthold stirbt 94-jährig

Der frühere Nidwaldner Regierungsrat Bruno Leuthold ist am vergangenen Mittwoch gestorben. Im Oktober wäre er 95 Jahre alt geworden.

Drucken
Teilen
Alt Regierungsrat Bruno Leuthold an der Feier zu seinem 90. Geburtstag im Oktober 2013 in der Schmiedgasse in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Alt Regierungsrat Bruno Leuthold an der Feier zu seinem 90. Geburtstag im Oktober 2013 in der Schmiedgasse in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Leuthold gehörte der Nidwaldner Regierung 1970 bis 1990 an, zuerst als Justiz- und später als Baudirektor. Der CVP-Politiker hatte zuvor acht Jahre im Landrat gesessen. In seine Amtszeit fiel etwa die Eröffnung der Nationalstrasse A2 mit dem Seelisbergtunnel als "Tor zum Süden" 1980.

Leuthold starb am Mittwoch, wie die Familie des gebürtigen Stansers am Samstag in einer Todesanzeige mitteilte, die unter anderem in der "Nidwaldner Zeitung" erschien. 1986 und 1988 präsidierte er die Nidwaldner Regierung als Landammann. Vor seiner Zeit in der Exekutive sass er acht Jahre im Kantonsparlament und war Gemeindepräsident von Stans.

Im Alter von 27 Jahren hatte der gelernte Schlosser und Metallbautechniker die elterliche Metallbaufirma übernommen und sie während 39 Jahren bis 1989 geführt. Zudem war er mehrere Jahre lang Verwaltungsratspräsident der Stanserhornbahn.

Daneben engagierte sich Leuthold auch kulturell, etwa als zeitweiser Präsident der Schindler Kulturstiftung und der Stanser Höfli-Stiftung, die den ehemaligen Patriziersitz Rosenburg verwaltet. Seit 2000 trug er die Medaille ersten Grades von Tschechien für Verdienste im Kulturaustausch während des Husak-Regimes. (mvr/sda)