BÜREN: Er sammelt konservierte Augenblicke

Mit einer Ansichtskarte begann die Sammlung von Josef Amstutz. Heute umfasst sie 4 500 Exemplare.

Marion Wannemacher
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Josef Amstutz verfügt über ein fast unerschöpfliches Reservoir an Ansichtskarten. (Bild: Marion Wannemacher)

Josef Amstutz verfügt über ein fast unerschöpfliches Reservoir an Ansichtskarten. (Bild: Marion Wannemacher)

An der Wand hängen hinter Glas nostalgische aufklappbare Karten mit Blumenmotiven um 1900. Daneben finden sich Karten mit Blumengrüssen und solche mit Initialen und üppigen Barockengeln im Prägedruck. Den Schreibtisch bedecken Stapel verschiedenster Ansichtskarten. Fein säuberlich beschriftete Holzkisten lassen Trouvaillen vermuten. Die ganze Schweiz in Schachteln. «Allein von jeder Gemeinde in Nidwalden sind es rund 400 Karten», sagt Josef Amstutz, Sammler aus Passion und ehemaliger Vizepräsident der Schweizer Ansichtskartensammlervereinigung. «Der Kanton ist mein Hauptsammelgebiet, auch mit allen Verkehrsmitteln.» Sogar der Heimatschutz war schon bei ihm, um sich über den ursprünglichen Zustand historischer Gebäude zu informieren.

Wie alles begann

Vor dreissig Jahren fing Josef Amstutz an mit dem Sammeln: «Ich hatte von meiner Grossmutter ein Album mit Ansichtskarten geerbt», erzählt er. 15 Jahre lang habe es unbeachtet im Schlafzimmerschrank gelegen. Eigentlicher Auslöser für seine Sammelleidenschaft aber war jene Karte von der Überschwemmung von 1910 mit Blick von Dallenwil auf Büren. «Kauf sie!», habe ihm seine Frau damals geraten. Danach ging es richtig los mit dem Sammeln.