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BÜRGENSTOCK: Vier neue Haltestellen fürs Hotelresort

Die Postautokurse ab Stansstad werden mit der Resorteröffnung im Sommer 2017 praktisch verdoppelt. Auf dem Bürgenstock selber gibt es vier neue Haltestellen – und eine Zusatzschlaufe, weil die Busse sonst wieder zu früh im Tal wären.
Oliver Mattmann
Noch beherrschen auf dem Bürgenstock – hier ein Bild vom Tag der offenen Baustelle – Krane und Gerüste die Szenerie. Mit der Eröffnung des Resorts Mitte 2017 soll der Ausflugsberg mit dem ÖV besser erschlossen werden.Bild: Urs Flüeler/Keystone (Bürgenstock, 3. September 2016)

Noch beherrschen auf dem Bürgenstock – hier ein Bild vom Tag der offenen Baustelle – Krane und Gerüste die Szenerie. Mit der Eröffnung des Resorts Mitte 2017 soll der Ausflugsberg mit dem ÖV besser erschlossen werden.Bild: Urs Flüeler/Keystone (Bürgenstock, 3. September 2016)

Unlängst hat der Kanton Nidwalden bekannt gegeben, dass er für das Hotelresort auf dem Bürgenstock den Ausbau der Postauto­linie unterstützen will. Mittlerweile haben sich die Pläne konkretisiert. Auf der Ennetbürger Seite herrscht zwar weiterhin der Status quo. Landbesitzer hatten sich gegen einen neuen Kurs gewehrt und die Durchfahrt verweigert (wir berichteten). Beat Wiget, Leiter Postauto Zentralschweiz, bestätigt: «Die Planung ist auf Eis gelegt. Das heisst, es ist zumindest in den nächsten zwei Jahren – so lange läuft der aktu­elle ÖV-Rahmenkredit des Kantons – kein Thema mehr.»

Dafür wird das bestehende Angebot auf Stansstader Seite stark ausgebaut. Der neue Fahrplan wird auf den 1. Juli 2017 eingeführt, damit sich das Ganze später bei der Eröffnung des Resorts bereits eingespielt hat. Zwischen 5.27 und 0.30 Uhr wird es ab dann täglich 20 Verbindungen ab und nach Stansstad geben. «Das entspricht praktisch einer Verdopplung gegenüber heute», sagte Beat Wiget jüngst an der Nidwaldner Verkehrskonferenz. Dies hat seinen Preis: Postauto Zentralschweiz geht von Mehrkosten von rund 400000 Franken pro Jahr aus. Dieser Beitrag sei im Mehrjahresprogramm des Kantons Nidwalden enthalten, so Beat Wiget. «Die Abgeltungen für das ausgebaute Fahrplanangebot werden vollumfänglich vom Kanton getragen», bestätigt Hanspeter Schüpfer vom Amt für Mobilität auf Anfrage. Man wolle die Voraussetzung schaffen, dass künftige Resortmitarbeitende und Gäste den Bus benutzen. Die Betreiber des Resorts beteiligten sich indes nicht an den Abgeltungen, so Schüpfer. Auf die Billettpreise hat die Erweiterung der Linie keinen Einfluss. Reisende zahlen genau gleich viel, wie sie es ab Fahrplan 2017, der am 11. Dezember eingeführt wird, tun werden.

Anschlüsse in Stansstad werden gewährleistet

An den bisherigen Haltestellen wird nicht gerüttelt, neu hinzu kommen indes gleich vier Stationen im Resort selber. «Dies haben die Verhandlungen mit den Resortbetreibern ergeben», erklärt Beat Wiget. Bei Postauto Zentralschweiz hätte man es gerne gesehen, wenn es oben einen Wendeplatz für die Busse gegeben hätte, «dies haben die Pläne der Resorterbauer aber nicht zugelassen», so Wiget. Deshalb fährt das Postauto nun einen Rundkurs und lädt dabei die Gäste an den Haltestellen aus, bevor es in Obbürgen eine Pause einlegt. Anschliessend wird dieselbe Schlaufe nochmals gefahren, um Reisende aufzuladen, die nach Stansstad gelangen wollen. «Würde der Bus direkt ins Tal fahren, wären Weiterreisende viel zu früh am Bahnhof», erklärt Beat Wiget. Trotz Zusatzrunde würden die Anschlüsse in Stansstad gewährt, versichert er.

Eingesetzt werden auf der kurvigen Bürgenstock-Linie wie schon heute sogenannte Midibusse, die etwas weniger lang als die Standardfahrzeuge sind und ein Fassungsvermögen von rund 30 Sitz- und 35 Stehplätzen aufweisen.

Parkplätze auf dem Bürgenstock sind limitiert

Wie Hanspeter Schüpfer hofft auch Beat Wiget, dass dank des ausgedehnten Fahrplans nicht zuletzt viele ­Resortmitarbeitende den Bus für den Arbeitsweg nutzen werden. Und auch die Schüler, die an der Bergstrecke wohnen, sollen vom verdichteten Fahrplan profitieren. Doch wie sieht es mit Ausflugsgästen aus? Fürchtet sich Postauto Zentralschweiz nicht vor der Konkurrenz mit Schiff, Standseilbahn und Individualverkehr? «Die Parkplätze auf dem Bürgenstock sind limitiert», hält Wiget vorab fest. Dies werde den Gästen auch vorzeitig kommuniziert. Und: «Es ist wichtig, dass das Resort von Beginn an gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen ist.» Andere Transportmöglichkeiten sieht er nicht als Konkurrenz, sondern als Partner. Wiget denkt etwa an eine Rundreise ab Luzern mit Schiff, Standseilbahn, Postauto und Zentralbahn. Für solche Touren werde im Umfeld der Eröffnung die Werbetrommel gerührt.

Der neue Fahrplan soll für die ersten drei Jahre unverändert bleiben. Aufgrund der Erfahrungen und Nachfrage könne man dann allfällige Anpassungen ins Auge fassen, sagt Beat Wiget.

Oliver Mattmann

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