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BÜRGENSTOCK: Zug um Zug gehts der Eröffnung entgegen

Die fast einen Kilometer lange Bürgenstockbahn nimmt im Sommer ihren Betrieb auf. Trotz ihres historischen Kleides kann sie vollautomatisch und sogar ohne Zugführer den Berg hochkraxeln.
Matthias Piazza
Arbeiter montieren die Gleise für die neue Bürgenstockbahn. (Bild: Keystone/Urs Flüeler (Bürgenstock, 10. März 2017))

Arbeiter montieren die Gleise für die neue Bürgenstockbahn. (Bild: Keystone/Urs Flüeler (Bürgenstock, 10. März 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Pünktlich zur Eröffnung des Bürgenstock-Resorts nimmt auch die Standseilbahn von Kehrsiten herauf im August ihren Betrieb auf. Zumindest der bisherige Baufortschritt gibt Grund zur Zuversicht. «Wir sind absolut im Zeitplan», sagt Raphael Amrein, Medienverantwortlicher des Resorts. Auch der strenge Winter konnte nichts daran ändern, da man sich entsprechend darauf eingestellt habe. Das rund 940 Meter lange Trassee ist fertig. Fast 700 Tonnen Beton wurden verbaut. Dies bei einer Steigung, die an der steilsten Stelle 58 Prozent beträgt. Und bereits ist die Hälfte der Schienen verlegt. In der Talstation entsteht ein kleines Museum im Warteraum mit einem der historischen Waggons.

Historisch und im Winter beheizbar

Damit will man den alten Bürgenstock-Zeiten die Reverenz erweisen. Schliesslich führte die Bahn die Leute schon seit 1888 bis zur Stilllegung im Jahr 2011 auf den Bürgenstock. Bei der Firma Shiptec, einer Tochterfirma der SGV, welche sonst Schiffe baut, werden zurzeit die beiden Fahrgastkabinen rot gespritzt, bevor sie die Inneneinrichtung erhalten. Tradition und Moderne sollen auch hier Hand in Hand gehen. Zwar kommen sie im historischen Erscheinungsbild daher, sind aber im Gegensatz zu ihren Vorgängern geschlossen und können im Winter beheizt werden, was einen Ganzjahresbetrieb ermöglicht. Zudem fahren sie vollautomatisch – je nach Andrang der Passagiere mit oder ohne Zugführer. «Im Juni möchten wir mit den Testfahrten starten», so Amrein. Gibt das Bundesamt für Verkehr im Juli grünes Licht, soll die Bahn im August wie erwähnt zu ihrer Jungfernfahrt starten.

Damit endet eine intensive Bauzeit, die im April 2016 startete. Im Schnitt waren 15 Leute mit diesem aussergewöhnlichen Projekt in diesem steilen Gelände beschäftigt. Raphael Amrein blickt auf eine problemlose Bauphase zurück – was nicht selbstverständlich sei in diesem steilen Gelände. Es verlange von den Arbeitern höchste Ansprüche an Arbeitssicherheit und Fitness, weil die Strecke nur zu Fuss über eine Treppe zu erreichen und der Witterung ausgesetzt sei.

Ein Schiff der SGV wird die Passagiere dereinst von Luzern nach Kehrsiten bringen. Die Kantone Nidwalden und Luzern sowie der Bund beteiligen sich an den Investitionen für das Schiff (5 Millionen) und den 15 Millionen Franken teuren Bahnbau mit zinslosem Darlehen in der Höhe von insgesamt 4,7 Millionen Franken. Die Gelder werden im Rahmen der Neuen Regionalpolitik gesprochen, wobei der Bund die Hälfte aller Darlehen bestreitet. Luzern und Nidwalden steuern je 625 000 Franken für den Schiffsbau bei, 1,1 Millionen für die Sanierung der Bürgenstockbahn hat Nidwalden bereits 2015 gesprochen.

Der Fahrplan sowie die Tarife der neuen Bürgenstockbahn stehen derzeit noch nicht fest.

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