BUNDESGERICHT: Fall Stansstad: Vergewaltiger ging brutal vor

Die Nidwaldner Justiz hat einen 39-jährigen Kosovaren zu Recht zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt.

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Blick von oben auf Stansstad. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Blick von oben auf Stansstad. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Der Vorfall hatte sich an einem Mittwochnachmittag Ende Juni oder Anfang Juli 2004 auf einer Wiese in Stansstad am Ufer des Vierwaldstättersees zugetragen. In einer Toilette nötigte der heute 39-jährige Kosovare ein 15-jähriges Mädchen zum Geschlechtsverkehr. Ein Komplize packte das Mädchen an den Armen, zog diese über den Kopf und kreuzte sie, um sie mit einer Hand auf den Boden pressen zu können. Gleichzeitig kniete er nieder und drückte mit der anderen Hand den Unterkiefer des Mädchens nach oben. In dieser Phase trat der zweite Kosovare in Aktion und vergewaltigte das Mädchen brutal. Dann verlassen die beiden Männer den Tatort.

In seiner Beschwerde ans Bundesgericht wirft der Kosovare der Nidwaldner Justiz vor, die Beweise willkürlich gewürdigt und den Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten missachtet zu haben. Das sieht das Bundesgericht nicht so. Auch die Strafe von 3 Jahren, wovon 18 Monate unbedingt, erachtete es als angemessen.

Urs-Peter Inderbitzin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch auf der Kehrseite «Die Andere» der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.