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BUOCHS: Aus dem «Postillon» wird «Burestadl»

Im ehemaligen «Postillon» läuft eine grosse Erneuerungswelle. Im «Bure­stadl» sollen Gäste mehrere Tage verweilen und Produkte vom Bauernhof kaufen.
Matthias Piazza
Der total sanierte Wintergarten im «Burestadl». (Bild Corinne Glanzmann)

Der total sanierte Wintergarten im «Burestadl». (Bild Corinne Glanzmann)

Matthias Piazza

Im Restaurant herrscht reger Betrieb. Direktor Jürgen Betsch setzt sich zu seinen Gästen. Man macht Sprüche, die Stimmung ist heiter. Den Gästen scheint das Essen zu schmecken. Und auch für den «Neuen» aus Bayern, der nun für den Laden verantwortlich ist, haben die Einheimischen nur Lob übrig. Er mache seine Sache gut. Jürgen Betsch, der zusammen mit Geschäftsführer Bernd Dewald den Betrieb mit 38 Mitarbeitern führt, bestätigt das gute Verhältnis zu den Einheimischen. Die Zahlen sollen ihm Recht geben. «Waren es im März, als ich hier anfing, gerade mal eine Handvoll Mittagsgäste, sind es aktuell zwischen 60 und 100», freut er sich. Am Abend spricht er von einer monatlichen Steigerung von rund 40 Prozent. Die Menükarte wurde komplett überarbeitet und beinhaltet jetzt mehr Spezialitäten aus der Region, so etwa die Buochser oder Stanser Röschti. «Wir arbeiten mit Zutaten aus der näheren Region und bereiten alles frisch zu.» Dies habe sich bereits herumgesprochen. «Selbst aus Kriens kommen Stammgäste.»

Gäste bleiben mehrere Nächte

Auch in der Hotellerie läuft es gemäss seinen Angaben rund. Mit bis zu 50 Buchungen täglich habe sich die Zahl praktisch verzehnfacht. «Wir wollen nicht nur Gäste, die nach einer Übernachtung ihre Durchreise fortsetzen, sondern auch Kurzurlauber, die von Buochs aus Tagesausflüge in diese touristisch attraktive Region unternehmen», hält Betsch fest. Die Entwicklung stimmt ihn zuversichtlich. «12 Prozent unserer Hotelgäste verbringen bereits mehr als eine Nacht bei uns. Auch dank der guten Zusammenarbeit mit den lokalen Tourismusorganisationen.»

Er spricht von einem schwierigen Start, als er im Frühling das Restaurant und Hotel mit 58 Zimmern übernommen hat, spricht von vielen Fehlern, die in der Vergangenheit gemacht worden seien. Gefragt, warum er sich das trotzdem antue, antwortet er mit Blick aus dem Fenster: «Die Lage. Das Hotel ist mit Nähe zu See und Autobahnanschluss ideal gelegen und hat darum ein Riesenpotenzial.»

Rund 3 Millionen Franken investiert er in diesen Neuanfang. Das ganze baufällige 32-jährige Haus soll umfassend saniert werden – innen wie aussen. Bereits wurden der Wintergarten, die Terrasse, der Grillstand, der Eingangsbereich und die Bar erneuert. Als Nächstes ist die Säumerstube an der Reihe, die eine einladendere Erscheinung erhalten soll, ohne ihren ländlichen, bäuerlichen Charakter zu verlieren. In einem weiteren Schritt stehen unter anderem auch die Fassadenrenovation und die Erneuerung der Hotelzimmer an.

«Postillon» ist Vergangenheit

Als äusseres Zeichen dieses kompletten Neuanfangs musste auch der Name «Postillon» dranglauben. Neu nennt sich das Hotel «Burestadl». Und das hat einen speziellen Grund. Wo jetzt die Autos parkieren, ist der Bau eines sogenannten Stadls (eine Art Scheune) geplant, wo Bauern aus Nidwalden, Obwalden und Uri ihre Produkte verkaufen können. Mehrere Bauern hätten bereits ihr Interesse signalisiert. Mit dem österreichisch/bayrischen Wort Stadl sollen auch Gäste aus dieser Region angesprochen werden.

Im Obergeschoss dieses Zusatzbaus sind Versammlungssäle geplant. «Diese fehlen in der Region Buochs/Beckenried, wie mir die Leute immer wieder sagen.» Die Autoparkplätze sollen unter den Boden.

Noch bis im Frühling laufen diese rund ein Jahr dauernden Umbauarbeiten – mit Ausnahme von einer Woche im vergangenen März stets bei laufendem Hotel- und Restaurantbetrieb.

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