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BUOCHS: Bundesgericht pfeift Bauherrn zurück

Der Bau zweier Zweifamilienhäuser oberhalb der Hauptstrasse verzögert sich weiter. Das Bundesgericht hat die Beschwerde von Nachbarn gutgeheissen. Sie hatten kritisiert, dass die zulässige Baufläche überschritten wird.
Oliver Mattmann
Um diese mittlerweile überwucherten Parzellen geht es. (Bild: Oliver Mattmann (Buochs, 7. April 2017))

Um diese mittlerweile überwucherten Parzellen geht es. (Bild: Oliver Mattmann (Buochs, 7. April 2017))

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Im Streit um den Bau zweier Zweifamilienhäuser im Gebiet Unterfeld in Buochs hat das Bundesgericht den Bauherrn zurückgepfiffen. Wie aus dem kürzlich veröffentlichten Urteil hervorgeht, ist die Beschwerde mehrerer Nachbarn gutgeheissen worden. Damit stossen die Lausanner Richter die Entscheide der Vorinstanzen, namentlich der Gemeinde Buochs, des Regierungsrats und zuletzt des Nidwaldner Verwaltungsgerichts, um. Und der Bauherr muss sein Projekt am Hang zwischen Hauptstrasse und Ridliweg anpassen, wenn er die Baubewilligung doch noch erhalten will.

Der Zwist dauert inzwischen fast sieben Jahre an. Davon zeugen auch die inzwischen überwucherten Parzellen, um die es geht. Drei Parteien hatten gegen das im Oktober 2010 publizierte Baugesuch Beschwerde erhoben, unter anderem deshalb, weil ihrer Meinung nach die laut Gestaltungsplan überbaubare Fläche von 85 Quadratmetern um knapp 8 Quadratmeter überschritten werde. Sie stellten sich auf den Standpunkt, dass die Vorgaben des Gestaltungsplans keineswegs obsolet geworden sind, nur weil die Bestimmung über die Überbauungsziffer in der Zwischenzeit im Bau- und Zonenreglement der Gemeinde gestrichen worden ist.

Das Nidwaldner Verwaltungsgericht sah dies anders. Die Berechnungen im Gestaltungsplan seien nur noch insofern relevant, als dass die Grösse der Bauten und Anlagen sowie ihre Lage und das Erscheinungsbild in den Grundzügen verbindlich seien. Die Vergrösserung der überbauten Fläche um 7,82 Quadratmeter sei gerade noch tolerierbar. Dieser Auffassung war an sich auch das Bundesgericht.

Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. So machten die Beschwerdeführer zusätzlich geltend, dass der Dachvorsprung der Gebäudelänge anzurechnen sei, sofern dieser 1,5 Meter überschreite, was laut Baugesuch mit 2,35 Metern der Fall sei. Die unter dem Dachvorsprung liegende Fläche könne nicht pauschal von der überbauten Grundfläche ausgenommen werden. Die Abweichung vom Gestaltungsplan erhöhe sich damit um mindestens fast das Doppelte auf über 15,5 Quadratmeter. «Eine derart deutliche Abweichung ist auch unter Willkürgesichtspunkten nicht mehr tolerierbar», stützte das Bundesgericht die Rüge der Nachbarn. Das Verwaltungsgericht hatte damit argumentiert, dass unter anderem offene, vorspringende Balkone von bis zu 2,5 Metern der überbauten Grundfläche nicht anzurechnen seien. Dies würden die Beschwerdeführer ausser Acht lassen.

Beschwerdegegner erhält Kosten aufgebrummt

In verschiedenen anderen Kritikpunkten sah das Bundesgericht davon ab, die Entscheide der ­Vorinstanzen zu korrigieren. So hatten die Nachbarn weiter die Berechnung der maximalen Wohnfläche pro Haus und den Grenzabstand zu den vorgesehenen Erkern bemängelt und auf die ungehinderte Sicht auf den Vierwaldstättersee vom Hauptgeschoss ihrer Gebäude beharrt.

Zur Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens hat das Bundesgericht die Angelegenheit an das Verwaltungsgericht zurückgewiesen. Für die Gerichtskosten von 3000 Franken für das bundesgerichtliche Verfahren hat der Beschwerdegegner aufzukommen. Ebenso wurde ihm eine Parteienentschädigung von 3000 Franken aufgebrummt.

Hinweis

Urteil 1C_457/2016.

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