BUOCHS: Der Strom kommt vom Dach

Jetzt hat die Schule ihr eigenes Kraftwerk. Die Solarzellen auf dem Sporthallendach produzieren sogar mehr Strom, als die Schule braucht.

Matthias Piazza
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Markus Barmettler, Vreni Intlekofer und Bruno Christen (von links) vor der sanierten Sporthalle. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Markus Barmettler, Vreni Intlekofer und Bruno Christen (von links) vor der sanierten Sporthalle. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Das Dach der Breitli-Sporthalle in Buochs ist neu unter Strom. 470 Quadratmeter des nach Süden ausgerichteten Dachs sind überdeckt mit Solarzellen. Sie verwandeln Sonnenlicht in elektrische Energie. Die 241 Panels liefern zusammen rund 50 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, was einem Bedarf von 12 bis 14 Haushaltungen entspricht. Das ist mehr, als die gesamte Schulanlage braucht. «Wir produzieren unseren eigenen Strom», bringt es Schulrat Bruno Christen auf den Punkt. Vier grosse gelbe Kästen, sogenannte Gleichrichter, bereiten den Strom bedarfsgerecht auf und stellen sozusagen die Weichen.

Solange Bedarf, fliesst der Strom von den Solarzellen ins Netz der Schulhäuser. Der überschüssige Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Seit rund einer Woche ist die Fotovoltaikanlage in Betrieb und produziert Strom.

Sanierung war dringend nötig

Auslöser für die Installation der Fotovoltaikanlage war die Aussenrenovation der Turnhalle, die wie veranschlagt für 2,3 Millionen Franken im Sommer durchgeführt wurde und zu der die Buochser am 17. Juni 2012 an der Urne zustimmten. Die Sanierung der 1982 erstellen Halle war dringend nötig. Das Dach war nicht mehr winddicht, auch die Fenster isolierten nicht mehr.