BUOCHS-ENNETBÜRGEN: Seemeile zeigt sich von ihrer besten Seite

Paddeln auf dem Surfbrett, Kanufahren, Baden: Der Uferstreifen zwischen Buochs und Ennetbürgen ist reich an Schätzen, nur ist das vielen nicht bekannt. Der Tourismusverein will dies nun zusammen mit weiteren Anbietern ändern.

Matthias Piazza
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Christopher Fergg (links) und Reto Wyss von der Kanuwelt Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 30. Mai 2017))

Christopher Fergg (links) und Reto Wyss von der Kanuwelt Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 30. Mai 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch


«Wir würden nicht mal 20 Buochser finden, die vollständig aufzählen könnten, was der rund 2 Kilometer lange Uferabschnitt zwischen Buochs und Ennetbürgen alles zu bieten hat», erklärt Reto Wyss. Und das sei einiges: «Ein Grossteil davon ist begehbar, es gibt verschiedene Badeplätze, Restaurants und vor allem Freizeitangebote wie Wakeboard, Stand-up-Paddling oder Kanu.» Zusammen mit dem ­Tourismusverein Buochs-Ennetbürgen, dem Wassersport-Anbieter Moomba-Wassersport und Supoint, dem Anbieter von Stand-up-Paddling, will Reto Wyss, Geschäftsleiter Kanuwelt Buochs und selber im Vorstand des örtlichen Tourismusvereins, diesem Missstand Abhilfe schaffen. «Alleingänge bringen nichts. Wenn jeder einen eigenen Flyer druckt, ist das doof. Darum tauchte die Idee auf, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.»

Eine eigene Internetseite (www.seemeile.net) soll künftig den Besuchern eine Übersicht über das vielfältige Angebot dieser 1,8 Kilometer langen Uferzone geben, was ziemlich genau der Länge einer Seemeile entspricht. Eine Karte soll es auch in gedruckter Form und sogar als App geben. «Dadurch wollen wir erreichen, dass sich die Besucher optimal in den Angeboten der beiden Dörfer zurechtfinden.» Angesprochen sind dabei nicht nur Gäste, sondern auch die lokale Bevölkerung. 7500 Franken haben die beteiligten Unternehmen selber beigesteuert. Weitere 5000 Franken wollen die Initianten über Crowdfunding erwirtschaften. Dabei kann jedermann einen Beitrag spenden.

Als Geschenk darf der Spender je nach Betrag etwa gratis auf dem See paddeln oder eine Kanufahrt bei Sonnenaufgang ge­niessen. Die Resonanz stimmt Reto Wyss zuversichtlich. «Unser Facebook-Eintrag wurde schon über 10000-mal angeklickt und über 100-mal geteilt, so oft wie noch nie ein Beitrag auf der ­Facebook-Seite von Tourismus Buochs-Ennetbürgen.» Und bereits kamen schon 1520 Franken zusammen.

«Das schaffen wir sicher»

Noch bis am 26. Juni bleibt Zeit, den Betrag von 5000 Franken zu erreichen. «Das schaffen wir sicher», ist Wyss überzeugt. Kommen 5000 Franken zusammen, können die Karte inklusive Internetseite konzeptioniert und gestaltet sowie Flyer gedruckt und Inserate geschaltet werden. Wäre gar die Fundingschwelle von 10000 Franken erreicht, könnten zusätzlich für etwa 5000 Franken vier bis sechs Tafeln produziert und montiert werden. Fürs Seemeile-Projekt versucht man nun auch die Badi Buochs-Ennetbürgen und die Genossenkorporation mit dem Bootshafen mit ins Boot zu holen. «Mit der Seemeile lancieren wir ein gemeinsames Vorzeigeprojekt, das es in der Schweiz nicht allzu oft gibt», meint Wyss. Kommt das Geld dafür zusammen, soll sich die Seemeile im besten Fall bereits am Buochser Quaifest vom 1. Juli von ihrer besten Seite zeigen können.

Hinweis

www.funders.ch/seemeile