BUOCHS: Es ist noch ein steiler Weg nach oben

Mit einem herzlichen Empfang wurde der Junioren-Weltmeister im Riesenslalom, Marco Odermatt, gefeiert. Er selber bleibt bescheiden, aber zielbewusst.

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Marco Odermatt und seine Familie werden von den Buochsern gefeiert. (Bild Robert Hess)

Marco Odermatt und seine Familie werden von den Buochsern gefeiert. (Bild Robert Hess)

Robert Hess

Angeführt vom Musikverein Buochs, von kantonalen und kommunalen Behördenvertretern und begleitet von seinen Eltern Walti und Priska Odermatt sowie Schwester Alina, Delegationen von Vereinen und Verbänden und weiteren Freunden zog Junioren-Weltmeister Marco Odermatt am späten Sonntagnachmittag durchs Dorf. «Als Zeichen unserer Freude und Anerkennung bereiten wir Marco Odermatt einen herzlichen Empfang», hatte der Gemeinderat in seiner Einladung geschrieben.

Medaillen im Doppelpack

Nach dem Einzug in der Lückertsmatthalle feierten über 200 Erwachsene, Jugendliche und Kinder den 18-jährigen Schüler der Sportmittelschule Engelberg, der an der Junioren-WM in Sotschi Gold im Riesenslalom und Bronze im Super-G erobert hatte. «Um auf einen bestimmten Zeitpunkt solche Bestleistungen abzurufen, braucht es eine grosse Vorbereitung», sagte Gemeindepräsidentin Helene Spiess. «Unterstützung und Motivation durch die Eltern, optimale und zielgerichtete Ausbildung durch Trainer, eine gute Vereinsbasis, unermüdlichen persönlichen Einsatz, einen starken Durchhaltewillen besonders bei Rückschlägen sowie eine Riesenportion Talent und Glück.»

Auch der Regierungsrat Res Schmid gratuliert dem WM-Sieger. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
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Der 18-Jährige hatte an der Junioren-WM in Sotschi Gold im Riesenslalom und Bronze im Super-G erobert. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Marco Odermatt und seine Familie werden von den Buochsern gefeiert. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Angeführt vom Musikverein Buochs, zog Junioren-Weltmeister  Marco Odermatt am späten Sonntagnachmittag durchs Dorf. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Zahlreiche Buochser feierten den Skirennfahrer mit einem herzlichen Empfang. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Zahlreiche Buochser feierten den Skirennfahrer mit einem herzlichen Empfang. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Zahlreiche Buochser feierten den Skirennfahrer mit einem herzlichen Empfang. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Zahlreiche Buochser feierten den Skirennfahrer mit einem herzlichen Empfang. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Nach dem Einzug feierten in der Lückertsmatthalle über 200 Erwachsene, Jugendliche und Kinder den 18-jährigen Schüler der Sportmittelschule Engelberg (Bild: Robert Hess (Neue OZ))
Dabei erfuhren die Anwesenden einiges über Marcos Werdegang und über seine Gefühle und Erwartungen in Sotschi. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))

Auch der Regierungsrat Res Schmid gratuliert dem WM-Sieger. (Bild: Robert Hess (Neue OZ))

Viel Glück fürs Weltcupfinale!

Die Gratulationswünsche der Regierung überbrachte Bildungsdirektor Res Schmid. «Was es alles für eine solche Leistung braucht, weisst du zusammen mit deinen Eltern, Trainern und Mitgliedern der Skiklubs wohl am besten selber», so Schmid weiter. «Du hast ein grosses Ziel erreicht, aber es ist nur ein Zwischenziel. Wo dein Endziel ist, lassen wir offen, das kannst du selber gestalten.» Der grösste Dank gehöre den Eltern und den Sponsoren. Doch auch der Kanton trage in bestimmten Bereichen mit relativ grossen Geldbeiträgen zum Erfolg bei, hielt der Nidwaldner Bildungsdirektor fest. Er erwähnte die Sportmittelschule Engelberg, die Alpine Begabtenförderung Hergiswil, die generelle Begabtenförderung und neustens die Leistungssportförderung.

Weitere Höhepunkte der von Gemeinderat Joël Odermatt moderierten Feier waren ein Interview von Peter von Holzen mit dem Weltmeister sowie Videoaufnahmen von Kollegen über die Siegesfahrt in Sotschi. Dabei erfuhr man einiges über Marcos Werdegang und über seine Gefühle und Erwartungen in Sotschi. So sei es positiv, wenn ein Teammitglied gleich zu Beginn eine Medaille erobere, antwortete Odermatt auf eine Interviewfrage und fuhr zielbewusst fort: «Doch schlussendlich will jeder eine eigene Medaille gewinnen und denkt im Starthäuschen nur noch an sich selber.» So war er nach dem ersten Durchgang im Riesenslalom Zweiter, setzte sich im zweiten Lauf an die Spitze, und «dann erlebte ich eine ‹gruisigi› halbe Stunde, bis alle unten waren und mein Sieg feststand».

Zwei Odermatts im Einsatz

Für die Eltern steht ein reich befrachtetes Wochenende an. Denn sie begleiten nicht nur «ihren» Weltmeister ans Weltcupfinale nach St. Moritz, sondern unterstützen auch die drei Jahre jüngere Tochter Alina in Malbun an den Jugend-Schweizer-Meisterschaften. Für Vater und Sohn ist klar, dass mit dem WM-Titel nur ein Zwischenziel erreicht ist. «Der Weg nach ‹uifä› ist steil, da kommt noch harte Arbeit auf mich zu», meint Marco bescheiden, aber zielbewusst. Und auch am Sonntagabend bleibt keine Zeit zum Feiern: «Denn am Montag muss ich wieder in die Schule nach Engelberg.»