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BUOCHS: Flugplatz Buochs dominiert Korporationsgemeinde

Der Flugplatz war einmal mehr das dominierende Thema an der Korporationsgemeinde. Auch ein Rückweisungsantrag kam zur Abstimmung.
Mitbestimmen beim Flugbetrieb wollen alle – wie, ist aber umstritten. Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 23. August 2017) (Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 23. August 2017))

Mitbestimmen beim Flugbetrieb wollen alle – wie, ist aber umstritten. Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 23. August 2017) (Bild: Corinne Glanzmann (Buochs, 23. August 2017))

Die Stimmenzähler hatten an der Genossengemeinde Buochs vom Donnerstagabend aussergewöhnlich viel zu tun. Sind sonst die Abstimmungsergebnisse so eindeutig, dass ein Auszählen nicht einmal nötig ist, musste an der reich befrachteten Versammlung, die bis gegen halb zwölf Uhr dauerte, mehrmals die Anzahl der aufgestreckten Hände abgezählt werden. Gleich mehrere der 10 Traktanden gaben Anlass zu Diskussionen. Einmal mehr dominierte der Flugplatz Buochs. Die rund 150 anwesenden der 603 Korporationsbürger stimmten einstimmig der Vereinbarung zwischen der Korporation und der Airport Buochs AG (Abag), dem Kanton und den Gemeinden zu.

Die Abag oder sonst ein Bauherr liefert der Korporation als Baurechtsnehmer einen ortsüblichen Baurechtszins. Im aviatischen Bereich gibt die Korporation 60 Prozent bis 2042 dieser Baurechtserträge an den Kanton/die Abag ab. Zwischen 2043 und 2067 reduziert sich der Anteil auf 30 Prozent. Dabei handelt es sich um einen Infrastrukturbeitrag, als Kompensation für den Mehrwert, den die Korporation für den Grundstückkauf künftig generieren kann. Unterm Strich würden bis 2042 jährlich rund 108'000 Franken in der Kasse der Korporation bleiben, danach rund 190'000 Franken. Im Bereich der Rollwege und der Abstellflächen für Flugzeuge werden die Flächen gemäss Kaufvertrag zur Verfügung gestellt. Dafür muss die Abag sämtliche Kosten (Investitionen und Unterhalt) selber berappen. «Diese Vereinbarung ist für alle Beteiligten ein Gewinn», hielt Josef Bucher, Geschäftsführer der Genossenkorporation, fest.

Rückweisungsantrag blieb chancenlos

Das sahen nicht alle so. Dem einstimmigen Entscheid im Sinne des Genossenrates gingen ein Rückweisungsantrag und Diskussionen voraus. Genossenbürger Josef Zimmermann sprach von einem schlechten Geschäft, das die Korporation ausgehandelt habe. Er beantragte, das Geschäft zu vertagen, auch weil ihm detailliertere Zahlen fehlten. Mit dieser Haltung blieb er allerdings in der Minderheit. Seinem Rückweisungsantrag folgten gerade mal 11 Genossenbürger, 116 lehnten diesen ab.

Gefordert waren die Stimmenzähler auch bei einem weiteren Antrag Josef Zimmermanns. Er verlangte, die Buchführung anzupassen. Die aktuelle Jahres- und Erfolgsrechnung sei ihm zu grob strukturiert und zu wenig aussagekräftig, besonders bei den Liegenschaften. Dem widersprach Genossenpräsident Stefan Barmettler: «Wir liefern die Rechnung schon jetzt detaillierter ab, als wir müssten.» Er stellte aber Anpassungen in der Liegenschaftsrechnung in Aussicht. Damit konnte eine Mehrheit der Genossenbürger leben: 58 stimmten dem Antrag Zimmermanns zu, 77 lehnten ihn ab.

Korporation beteiligt sich an Fadenbrücke

Unbestritten war der Antrag für die Beteiligung der Korporation an den Kosten für die Erschliessung des Flugplatzes über das Gebiet Fadenbrücke. An den Kosten von 4,5 Millionen, unter anderem für den Bau einer neuen Betonbrücke neben der Holzbrücke, zahlt die Korporation einen Drittel – vorausgesetzt, der Landrat stimmt an seiner Sitzung vom 9. Mai und die Buochser Bevöl­kerung beim Urnengang vom 10. Juni der Beteiligung von je 1,5 Millionen Franken zu.

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

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