Buochs: Flugplatzquerung wird sicherer

In Buochs gibt es Anpassungen an der Herdernstrasse, um Zwischenfälle zu verhindern.

Philipp Unterschütz
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Eine Überquerung am Flugplatz Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann, 21. August 2019)

Eine Überquerung am Flugplatz Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann, 21. August 2019)

In den vergangenen Jahren kam es zu vereinzelten, nicht ungefährlichen Zwischenfällen auf der Herdernstrasse, die über den Flugplatz Buochs führt. Um die Strasse und deren Sicherheit wurden deshalb immer wieder Diskussionen geführt. Man erinnert sich: Ursprünglich hatte das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl sogar dafür plädiert, die Strasse ganz zu schliessen. Kanton und Bevölkerung wehrten sich aber dagegen, zur Diskussion stand auch die Idee einer kostspieligen Unterführung, die aber verworfen wurde.

Schon vor der Abstimmung über den 10-Millionen-Franken-Beitrag zur Erhöhung des Aktienkapitals des Kantons für den Flugplatz sagte Regierungsrat Res Schmid, dass das Bazl bereit sei, die Strasse zur Überquerung des Flugplatzes offen zu halten – unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen, die sicherstellen würden, dass es an dieser neuralgischen Pisten-Strassenkreuzung keine gravierenden Vorfälle gebe.

Mittlerweile hat die Flugplatzbetreiberin Abag ihre Hausaufgaben gemacht. Seit vergangenem Freitag liegt das Gesuch für die Plangenehmigung zur Sicherheitserhöhung auf der Herdernstrasse und dem Rollweg Foxtrott auf. Insbesondere geht es um die Verschiebung oder Installation von Schranken, Anpassen von Umzäunung und Signalisation sowie die Anpassung und Modernisierung des Leit- und Kontrollsystems für Bodenbewegungen.

Ende Oktober sollen Arbeiten starten

«Damit erfüllen wir die Forderungen des Bazl, die Anlagen sollen gefährliche Zwischenfälle verhindern», erklärt Markus Kälin von der Abag. Die Barrieren würden näher zusammengeführt und zudem Überwachungssensoren installiert, welche Meldungen an den Tower oder das Abag-Büro absetzen würden, wenn sich Personen oder Autos zwischen den geschlossenen Schranken befinden würden. Während der Rollweg Alpha bereits geschützt sei, habe es auf dem Rollweg Foxtrott bisher noch keine Schranken gegeben. «Damit sind alle Forderungen des Bazl für die Erhöhung der Sicherheit auf dem Flugplatz erfüllt.» Finanziert wird das Projekt aus dem Aktienkapital, welches vom Kanton und den Pilatus Flugzeugwerken um je 10 Millionen Franken erhöht wurde und worin ein Beitrag von 1,5 Millionen Franken für die Erhöhung der Sicherheit enthalten ist.

Markus Kälin hofft, dass man mit den Arbeiten gegen Ende Oktober beginnen kann. Das hänge aber natürlich vom Verlauf des Verfahrens ab. Die Auflage bei der Baudirektion und den Gemeinden Buochs und Ennetbürgen dauert bis am 16. September.