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BUOCHS: Für Bewilligung braucht es mehr Daten

Auch dieses Jahr kommt der Schwimmbagger im Aawasserdelta zum Einsatz. Aus Lärmgründen ist allerdings nur ein Testbetrieb bewilligt.
Philipp Unterschütz
Der neue Schwimmbagger vor dem Delta der Engelberger Aa bei Buochs. Bis Ende September 2014 temporär im Einsatz. Fördert vom 25. August bis Ende September knapp 20 000 Kubik Kies und Sand, das noch vor dem Verlad verarbeitet wird. (Bild: pd)

Der neue Schwimmbagger vor dem Delta der Engelberger Aa bei Buochs. Bis Ende September 2014 temporär im Einsatz. Fördert vom 25. August bis Ende September knapp 20 000 Kubik Kies und Sand, das noch vor dem Verlad verarbeitet wird. (Bild: pd)

Philipp Unterschütz

Die moderne Förderanlage, die letzten Spätsommer als Ersatz für den alten Bagger im Aaawasserdelta zum Einsatz kam, darf auch dieses Jahr im August und September wieder ans Werk. Der Einsatz war wegen der Lärmbelastung umstritten (wir berichteten).

Die Gemeinde Buochs hat den Genossenkorporationen Buochs und Ennet­bürgen nun eine entsprechende Bewilligung erteilt. Allerdings nur als Testbetrieb und unter Berücksichtigung von kantonalen Auflagen. «Es müssen in dieser Zeit weitere Lärmmessungen gemacht werden», sagt Gérald Richner, Leiter des Nidwaldner Amts für Umwelt. «Weil das ursprünglich von den Korporationen eingereichte Lärmgutachten darauf hindeutete, dass die Immissionsgrenzwerte überschritten werden, haben wir einen Testbetrieb bewilligt, damit die nötigen Daten zur Beurteilung erhoben werden können.»

Einsprachen sind sistiert

«Für uns ist das ein Zwischenschritt, den wir aber machen müssen, damit die Situation rechtlich sauber gelöst werden kann», hält Josef Bucher, Geschäftsleiter der Genossenkorporation Buochs fest. Mit den Personen, die gegen die Publikation des Gesuchs im Amtsblatt im April Einsprache gemacht hätten, habe man konstruktive Gespräche führen können und ihnen die Situation erklärt. «Die Einsprachen sind zwar nicht zurückgezogen, aber vorerst sistiert.» Eine Einsprache, die beim Kanton eingegangen war, wurde laut Gérald Richner abgeschrieben, weil es sich dabei um eine wasserrechtliche Frage gehandelt habe.

Vereinfachtes Verfahren

Eigentlich bräuchte es für den Einsatz des Seebaggers mehrere Bewilligungen des Regierungsrats, weil es um verschiedene Gesetze gehe wie beispielsweise Gewässerschutzgesetz oder Fischereigesetz. «Aus Zeitgründen haben wir aber ein vereinfachtes Verfahren gewählt, deshalb konnte die Gemeinde den Testbetrieb bewilligen», erklärt Gérald Richner. Die kantonalen Fachstellen seien aber alle angehört worden, und die Auflagen und Bedingungen des Kantons seien in der Bewilligung der Gemeinde enthalten. «In Zusammenarbeit mit den Korporationen wurde ein anerkanntes Büro mit den Lärmmessungen beauftragt. Dieses wird sein Messkonzept vorgängig beim Kanton zur Überprüfung einreichen müssen», sagt Gérald ­Richner. Laut Josef Bucher werde man in den nächsten Tagen das Vorgehen für die Messungen mit den Fachleuten besprechen, damit die nötigen Daten gesammelt werden könnten.

Es geht um den Hochwasserschutz

Dass die Bewilligung für den Testbetrieb auf vereinfachtem Weg zu ­Stande kam, hat auch damit zu tun, dass die Öffentlichkeit ein reges Interesse daran hat, dass der Hochwasserschutz im Delta der Engelbergeraa gewährleistet bleibt.

Wie die Kiesförderung im nächsten Jahr vonstattengeht, ist momentan also noch offen. Eigentlich müsste der Schwimmbagger die Planungswerte für neue Anlagen einhalten, diese seien aber noch tiefer als die Immissionsgrenzwerte gemäss Lärmschutzgesetz, sagt Gérald Richner. «Wenn aber mindestens die Immissionsgrenzwerte eingehalten sind, könnten die Korporationen vor dem Hintergrund des öffentlichen Interesses am Hochwasserschutz eine Ausnahmebewilligung beantragen.»

Zuerst sind jetzt aber die Lärmmessungen des Testbetriebs, der bis maximal Ende September laufen darf, abzuwarten. Wann der Bagger genau nach Buochs gebracht wird und wann der Testbetrieb beginnt, können wir im Moment noch nicht sagen. Wir werden aber die Bevölkerung rechtzeitig vorher informieren», verspricht Josef Bucher.

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