BUOCHS: Kinderleiche im Vierwaldstättersee gefunden

Im Delta der Engelbergeraa in Buochs wurde die Leiche eines Kindes gefunden. Zurzeit wird abgeklärt, ob ein Zusammenhang mit dem Unglück beim Gerlibach besteht.

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Die Schwimm-Baggeranlage «Ridinger» der Wabag im Delta der Engelbergeraa in Buochs. (Bild pd)

Die Schwimm-Baggeranlage «Ridinger» der Wabag im Delta der Engelbergeraa in Buochs. (Bild pd)

Der Leichnam des Kindes wurde am (gestrigen) Dienstagnachmittag gefunden und zur Identifikation ins Institut für Rechtsmedizin Zürich gebracht. Wie Stefan Stadelmann, stellvertretender Leiter Kommandodienste bei der Nidwaldner Kantonspolizei, auf Anfrage sagte, handelt es sich bei der Leiche nicht um ein Kleinkind. Ob es ein Mädchen sei, wisse er nicht. Der Verdacht liege aber nahe, dass es sich um eines der beiden Kinder handle, die seit dem 17. Juli vermisst werden.

Fortführung der Baggerarbeiten
Das elfjährige Mädchen und der sechs Monate alte Knabe waren damals vermutlich vom hochgehenden Gerlibach bei Wolfenschiessen mitgerissen worden, kurz bevor dieser in die Engelberger Aa mündet. Nachdem wochenlange Suchaktionen ergebnislos geblieben waren, bezeichneten die Behörden die laufende Ausbaggerung im Mündungsbereich der Engelberger Aa in den Vierwaldstättersee als letzte erfolgversprechende Massnahme. Diese Arbeiten werden laut Stadelmann auch weiterhin regelmässig durchgeführt. Weitere Informationen stellte die Polizei in Aussicht, sobald die Leiche identifiziert ist, voraussichtlich am (morgigen) Donnerstag.

Gegen die Mutter des elfjährigen Mädchens wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Sie hatte ihre Tochter mit zwei anderen Kindern – dem sechs Monate alten Knaben und dessen vierjähriger Schwester – vom Bahnhof Luzern aus allein nach Hause geschickt. Nur die Vierjährige tauchte in der Nacht durchnässt bei einem Bauernhaus in Grafenort wieder auf.

ap