BUOCHS: Luftwaffenübung stösst auf Unmut

Der Schutzverband um den Flugplatz Buochs stört sich an einer geplanten Übung der Luftwaffe. Die Regierung widerspricht.

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Ein Flugzeug auf dem Flughafen Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Ein Flugzeug auf dem Flughafen Buochs. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Luftwaffe beabsichtige, im Mai 2014 während einer Woche im Rahmen des Wiederholungskurses des Meiringer Flugplatzkommandos eine militärische Übung mit Jet-Flugzeugen wie der F/A-18 auf dem Militärflugplatz Buochs durchzuführen. Dies schreibt zumindest der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs (SBFB) in einer Mitteilung. «Der SBFB ist in mehrerer Hinsicht empört und sagt entschieden Nein zur Revitalisierungsübung des Militärflugplatzes Buochs mit Kampfjets der Luftwaffe.»

Da der Flugplatz Buochs den Status einer Sleeping Base habe, werde der Flugplatz militäraviatisch grundsätzlich nur noch im Eventualfall, das heisst in einem Krisenfall in der ausserordentlichen Lage genutzt, heisse es im Objektblatt Buochs des Sachplans Militär. Es könne wohl niemand ernsthaft behaupten, der Krisenfall beziehungsweise die ausserordentliche Lage sei eingetreten, schreibt der SBFB weiter. Und dies insbesondere auch nicht bezüglich militärischen Bedarfs eines einwöchigen Wiederholungskurses mit Kampfjets in Nidwalden.

Dass der Nidwaldner Regierungsrat zu einer Informationsveranstaltung der Luftwaffe nicht eingeladen sei, könne durchaus dahingehend interpretiert werden, dass der Regierungsrat der Übung Revita 2014 bereits wohlwollend zugestimmt habe und es somit bei der Information an die geladenen Behörden und Amtsstellen nur noch darum gehen könne, dem Regierungsrat den Rücken für die höchst fragliche Revitalisierungsübung frei zu halten, heisst es in der Mitteilung des Schutzverbandes weiter.

Entscheid stehe noch aus

Die Regierung reagiert ihrerseits mit einer Medienmitteilung. Die Vermutung des Schutzverbandes sei falsch. Die Luftwaffe habe den Regierungsrat schriftlich über die geplante Übung ins Bild gesetzt. Die Anfrage sei bisher jedoch nicht beantwortet worden. Der Regierungsrat werde sich die Meinung zu diesem Geschäft erst an einer kommenden Sitzung bilden und die Medien anschliessend über seine Haltung informieren.

pd/red