BUOCHS: Microsoft-Masche: 40-Jährige fällt auf Cyberbetrug herein

Eine 40-jährige Frau ist am Wochenende Opfer von Internet-Trickbetrügern geworden. Der Schaden: 2800 Franken. Die Kantonspolizei warnt einmal mehr vor der Microsoft-Masche.

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Ein Kreditbetrüger treibt in der Region sein Unwesen. (Symbolbild Nick Soland / Keystone)

Ein Kreditbetrüger treibt in der Region sein Unwesen. (Symbolbild Nick Soland / Keystone)

Ein Unbekannter gab sich telefonisch bei der Geschädigten auf Englisch als Microsoft-Mitarbeiter aus. Er informierte die Geschädigte, dass ihr Computer «gehackt» worden sei und sich nun ein Virus auf dem Computer befände. Nachdem der Anrufer die Frau überzeugt hatte, dass er tatsächlich ein Mitarbeiter von Microsoft sei, gewährte die Geschädigte dem Trickbetrüger Zugang zu ihrem Computer. Das teilt die Kantonspolizei Nidwalden am Montag mit.

Mittels eines Computer-Programms sei es dann dem Betrüger möglich gewesen, aus der Distanz Zugriff auf den Computer der Geschädigten zu erhalten. Für die Reparatur des Computers verlangte der vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter insgesamt 2800 Franken – ausgezahlt in iTunes Wertkarten. Dieser Forderung sei die Geschädigte nachgekommen und übermittelte dem Anrufer die entsprechenden Wertkarten-Codes. Daraufhin sei der Kontakt mit dem Unbekannten abgebrochen.

Seit Jahresbeginn habe die Kantonspolizei Nidwalden mehrere Meldungen von Personen aus dem Kanton erhalten, wonach sich unbekannte Anrufer bei ihnen gemeldet hätten und sich dabei als Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben hätten. Zu Geldüberweisungen kam es jedoch bis anhin nicht. Der Kantonspolizei Nidwalden ist es ein Anliegen, dass nicht weitere Bürgerinnen und/oder Bürger Opfer von diesen Trickbetrügern werden. Darum sind folgende Verhaltenstipps einzuhalten:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich unaufgefordert telefonisch bei Ihnen melden.
  • Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt, um Computerprobleme zu beheben.
  • Wickeln Sie aufgrund eines Telefonanrufs mit einer unbekannten Person niemals Geldüberweisungen ab.
  • Geben Sie keiner unbekannten Person irgendwelche Informationen zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen, auch nicht über Internet.
  • Wenn Ihnen ein Anrufer verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort die Polizei.

HINWEIS

Für detaillierte Angaben zu diesem Thema empfiehlt die Kantonspolizei Nidwalden die Webseiten
von KOBIK und der SKP.


pd/nop