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BUOCHS: Musikverein Buochs bot britische Klänge

Britische Musik ist unglaublich vielfältig. Das zeigte das Konzert des Musikvereins Buochs eindrücklich: von majestätischen Klängen bis zum Sound der Rolling Stones.
Primus Camenzind
Am Samstag, 18. November 2017 gab der Musikverein Musik unter der Leitung von Marcel Krummenacher in der Sporthalle Breitli in Buochs sein Jahreskonzert. Es stand unter dem Motto "Very British", was durch den Big Ben auf der Bühne zusätzlich symbolisiert wurde. (Bild: Primus Camenzind (Buochs, 18. November 2017))

Am Samstag, 18. November 2017 gab der Musikverein Musik unter der Leitung von Marcel Krummenacher in der Sporthalle Breitli in Buochs sein Jahreskonzert. Es stand unter dem Motto "Very British", was durch den Big Ben auf der Bühne zusätzlich symbolisiert wurde. (Bild: Primus Camenzind (Buochs, 18. November 2017))

Primus Camenzind

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Gut und gerne 450 Freunde gepflegter Blasmusik füllten am vergangenen Samstag die Breitli­halle bis auf den letzten Platz. Sie alle, Publikum und Musikanten, versammelten sich im Zeichen des «Big Ben», der in majestätischer Grösse das Bühnenbild prägte. Der wohl berühmteste Uhrturm steht im Westminster Regierungsbezirk von London und diente den Buochser Musikanten für einmal als Symbol für den Inhalt ihres Jahreskonzertes: «Very British» kamen die Musik und das Rahmenprogramm daher.

Den Auftakt zum genussvollen Abend gab die Jungmusik Buochs-Ennetbürgen mit ihrem beherzten Spiel unter der Leitung von Olivia Rava und Marcel Krummenacher. Bei dieser Gelegenheit konnte sich der junge Trompeter Mario Gabriel durch seine feinfühlige Interpretation im Andante von Haydns Trompetenkonzert besonders auszeichnen.

«Mr. Matthew» mit Melone und Fachkenntnissen

In der Folge betraten zwei Herren die Bühne. Der eine, Othmar Portmann, in seiner Eigenschaft als Moderator, der andere, Matthias Christen («Mr. Matthew»), als eingefleischter Brite mit Melone in der Rolle des Fachmanns Musik aus England. Beide führten «very british» durch das Repertoire des inzwischen aufgestellten Orchesters.

Bereits die Eröffnungsmelodie «Land Of Hope And Glory» von Sir Edward Elgar (1857–1934) zeigte, dass der ausgewogene Klang des rund 50-köpfigen Ensembles im «majestätisch» arrangierten Werk von Philip Sparke (*1951) besonders vorteilhaft zur Geltung kommt.

Die Melodie aus dem «Pomp And Circumstance March No.1» gilt als eine der bekanntesten Hymnen Grossbritanniens. Das nachfolgende, schon fast heroische Stück «Rule Britannia» von Thomas Augustine Arne (1710–1778) wird häufig als inoffizielle Nationalhymne des Inselreichs bezeichnet. Marcel Krummen­achers deutliche Art zu dirigieren ermöglichte eine überzeugende Wiedergabe des Werks aus dem Spätbarock.

Die bestbekannte «English Folk Song Suite» von Ralph Vaughan Williams (1872–1958) lebt in der Abfolge der drei Sätze von marschähnlichen, zuweilen ruhigen oder wiederum lebhaft-tänzerischen Teilen. Wenn auch das Orchester bei transparenten Passagen in reduzierter Besetzung ab und zu an seine Grenzen stiess, war diese Suite und ebenso «Centennial Salute» von Philip Sparke zur Hauptsache von orchestralem Wohlklang geprägt.

Endspurt mit englischen Popsongs

Auch nach der Pause kam das Festliche und Majestätische der englischen Musik zum Tragen. Dies galt nicht zuletzt für «Innuendo», einem Medly mit Hits der Gruppe «Queen». Erinnerungen an den einzigartigen Sänger Freddie Mercury (1946–1991) kamen hoch. Mit Best of Rolling Stones und den Beatles zauberte der Musikverein Buochs einen gelungenen Endspurt auf die Bühne. Das Publikum quittierte vor allem die zahlreichen Hits der vier Pilzköpfe aus der Grossstadt Liverpool mit anhaltendem Applaus.

Als erste Zugabe bedankten sich die Gastgeber mit der «Jupiter Hymn» von Gustav Holst (1874–1934). Ein flotter Marsch setzte dem tollen musikalischen Abend ein Ende. Die zweieinhalb Stunden waren nicht nur «very british», sondern auch «very diverting» (kurzweilig).

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