BUOCHS: Nach 50 Jahren im Jodlerklub Heimelig ist für Karl Achermann Schluss

Rund 800 Interessierte besuchten das Jahreskonzert des Jodlerklubs Heimelig. Für Karl Achermann war der Abend etwas Besonderes. Nach 50 Jahren verabschiedete er sich von seinen «heimeligen» Kameraden.

Rosmarie Berlinger
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Dölf Barmettler (links) freute sich, Karl Achermann als Jubilar verabschieden zu dürfen. (Bild: Rosmarie Berlinger (Buochs, 7. April 2018))

Dölf Barmettler (links) freute sich, Karl Achermann als Jubilar verabschieden zu dürfen. (Bild: Rosmarie Berlinger (Buochs, 7. April 2018))

Rosmarie Berlinger

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Etwas Wehmut beschleiche ihn schon, meinte Karl Achermann anlässlich seines letzten Auftritts mit dem Jodlerklub Heimelig am vergangenen Samstagabend. In der ausverkauften Breitlihalle in Buochs stand er zum letzten Mal als Jodler im zweiten Bass in den Reihen seiner 24 Kameraden. Kurz vor 23 Uhr trat er von der Bühne ab, auf der er während zweieinhalb Stunden an einem hochkarätigen Konzert beteiligt gewesen war. Rundum wurde dem Jubilar danach gratuliert, beste Zukunft gewünscht, vor allem aber gedankt für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit.

Mit seiner warmen, sonoren Stimme im zweiten Bass habe er die Liebe zum Jodelgesang ausgedrückt, hielt Präsident Sepp Barmettler in seinem Dank fest. Für den Jubilar selbst war der Abschied nach so vielen Jahren sehr bewegend, verbunden mit Erinnerungen, Erlebnissen, aber auch geprägt von einer einmaligen Kameradschaft. Im Gespräch erwähnt er besonders die Teilnahme an zahlreichen Eidgenössischen und Verbands-Jodlerfesten sowie unzählige Auftritte bei Anlässen im Dorf und in der Region. Gerne erinnere er sich an schöne Vereinsreisen, etwa nach Paris, Budapest, Deidesheim oder Wien. «Diese waren Dank und Lohn für unser grosses Engagement im Klub», erzählte Karl Achermann. Unter drei musikalischen Verantwortlichen (Sepp Blättler, Hans Schmid und Sandra Zimmermann-Gabriel als aktuelle Dirigentin) durfte er eine breite gesangliche Entwicklung erleben. «Niveau und Ansprüche in den Jodlerklubs sind enorm angestiegen». Dazu hätten seriöse Ausbildung von Dirigenten sowie auch diejenige von solistisch auftretenden Jodlerinnen und Jodlern beigetragen, sagte er. «Der Gesang hat mir für Herz, Kopf und Gemüt enorm viel gegeben.» Dankbar sei er, dass er den Klub gesund verlassen dürfe.

Auch die Gäste überzeugen

«Hesch gwisst ...d Bärgröseler sind z Buochs», stand in rot gefärbten Lettern über dem Programm zum Konzert des Jodlerklubs Heimelig Buochs. Mit dem Gastklub aus Alpnachstad wurde den Liebhabern des Ob- und Nidwaldner Naturjuizes ein gesanglicher Hochgenuss geboten. Ob im «Gruebeälpler» von Fredy Wallimann, «Lena’s Aigäglanz» von Urs Aufdermauer oder «Häb Dank» von Michi Wallimann sang die Jodlergruppe in einer gesanglich höchsten Division. Im Gegensatz dazu beeindruckte der Gastgeber mit originell interpretierten Vorträgen, etwa «Ds Vreneli» von Julius Stockmann oder «Ds Nyydläzälti», süsser Naturjuiz von André von Moos. Wieder einen Genuss boten die Kleinformationen, einmal im Quintett mit der Komposition «Liebha», im Terzett mit dem Lied «Der Läbessinn» von Ruedi Renggli, im Duett «Uf der Gemsjagd» von Franz Stadelmann und im Jodlerdoppelquartett im «Nachtbuebeliedli» von Max Lienert. Zu geniessen gab es an diesem Konzert erneut eine gesanglich starke Leistung der Solojodlerin Mo­nika Frank. Nicht im Singen, sondern mit dem Verfassen der humorvollen Konzertansage, feierte ihr Gatte Fredy Frank Première. Sohn Pascal und die Noemi und Celina Mathys gaben sie zum Besten.

Konzert des Jodlerklubs Heimelig Buochs. Auf dem Bild ist das Jodlerquintett mit der musikalischen Leiterin, Sandra Zimmermann-Gabriel. (Bild: Rosmarie Berlinger (Buochs, 7. April 2018))

Konzert des Jodlerklubs Heimelig Buochs. Auf dem Bild ist das Jodlerquintett mit der musikalischen Leiterin, Sandra Zimmermann-Gabriel. (Bild: Rosmarie Berlinger (Buochs, 7. April 2018))