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BUOCHS: Nur Humus aus der Region macht Sinn

Wo früher Flugzeuge abhoben, wächst künftig Gras. Doch bis zum Verschwinden der ehemaligen Redundanzpiste beim Flugplatz ist es ein langer Weg.
Matthias Piazza
Josef Bucher, Geschäftsführer der Genossenkorporation Buochs, besichtigt die laufenden Renaturierungsarbeiten auf dem Flugplatz. (Bild Corinne Glanzmann)

Josef Bucher, Geschäftsführer der Genossenkorporation Buochs, besichtigt die laufenden Renaturierungsarbeiten auf dem Flugplatz. (Bild Corinne Glanzmann)

Matthias Piazza

Der Flugplatz ist zurzeit eine Baustelle, mindestens ein Teil davon. Schwere Baumaschinen brechen Rollwege auf. Der Belag und das darunterliegende Material (Ausbruch vom Bürgenberg) wird ausgebaggert. Nebenan liegt ein riesiger Erdhügel. Mit diesem Erdmaterial wird anschliessend die rund einen halben Meter tiefe Narbe aufgefüllt. Auf der benachbarten Piste starten Flugzeuge. Dieses Nebeneinander prägt seit Anfang März das Bild auf dem Flugplatz Buochs.

Es ist wohl das langfristigste Projekt der Korporation Buochs. Im Dezember 2013 kaufte sie vom Bund (Armasuisse) die für den Flugverkehr nicht mehr benötigten Flächen zurück. Das sind die sogenannte Redundanzpiste, die Verbindungswege zur Hauptpiste und das Areal auf Seite Fadenbrücke mit den Flugbaracken und Hangars, welche der Bund ebenfalls nicht mehr braucht.

10 000 Kubikmeter Erdmaterial

Doch mit dem Unterschreiben des Kaufvertrags und dem Herausreissen des Belags ist es eben nicht getan. Josef Bucher, Geschäftsführer der Genossenkorporation Buochs, spricht von einem 10-Jahres-Projekt mit Kosten zwischen 7 und 9 Millionen Franken.

«Für die erste bewilligte Etappe benötigen wir rund 10 000 Kubikmeter Erde.» Während für den Unterbau «normale» Erde genügt, wird für die Oberfläche hochwertiger, nährstoffreicher Humus verwendet. Und darin liegt die grosse Herausforderung. «Wir haben zu wenig Humus, um die gekauften Pistenflächen auf einmal zu rekultivieren.»

Denn so einfach macht es sich die Korporation nicht mit dessen Beschaffung. «Es macht ökologisch keinen Sinn, Humus aus der halben Schweiz heranzukarren», hält Bucher fest.

Stattdessen kommt die wertvolle Erde aus der umliegenden Region – für die begonnene erste Etappe unter anderem vom Bau des Feuerwehrlokals der Feuerwehr Buochs/Ennetbürgen, des Schnyder-Parks Stans oder der Baustelle von Getränke Lussi in Oberdorf. Die weiteren Etappen werden in Angriff genommen, sobald dafür genug Humus zur Verfügung steht.

Flugplatz wird auch sicherer

Mit der Rekultivierung kommt die Korporation einer Auflage des Bundes nach, die beim Kauf gestellt wurde. Josef Bucher sieht darin einen hohen ökologischen Nutzen. «Und mit dem Abbruch der Querverbindungen erhöht sich auch die Sicherheit auf dem Flugplatz. Die Gefahr wird kleiner, dass Fussgänger unerlaubterweise die Hauptpiste betreten, wie es vorkommen könnte», erklärt Josef Bucher. Und die Bauern als Pächter kämen zu zusätzlicher Landwirtschaftsfläche, was von ihnen sehr erwünscht sei.

Doch die ganz grosse Herausforderung steht noch bevor: der Abbruch der Redundanzpiste, der ältesten Pistenfläche des Flugplatzes aus den 1940er-Jahren. «Das Material beinhaltet schädliche Verbindungen. Man kann es nicht einfach rezyklieren, es muss aufwendig entsorgt werden.»

Bereits abgeschlossen wurde die Rekultivierung im Sicherheitsbereich der benutzten Piste. Das dürfte vor allem die Anwohner des Flugplatzes freuen. Denn wegen der Nähe zum Flugbetrieb mussten diese Arbeiten nachts ausgeführt werden.

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