BUOCHS: Plattform für zwei einheimische Kunstschaffende

Zwei Künstler, zwei Buochser, zwei Welten: André Berdat und Rita Murer-Litschi präsentieren im alten Feuerwehrmagazin Perlen ihres Schaffens.

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Rita Murer und André Berdat stellen im alten Feuerwehrmagazin aus.Bild: Kurt Liembd (Buochs, 4. März 2017)

Rita Murer und André Berdat stellen im alten Feuerwehrmagazin aus.Bild: Kurt Liembd (Buochs, 4. März 2017)

Dass Propheten im eigenen Land oft weniger gelten, wie ein Sprichwort sagt, trifft in Buochs jedenfalls nicht zu. Die Kulturkom­mission und der Gemeinderat Buochs hatten ein gutes Gespür, den einheimischen Künstlern André Berdat (77) und Rita Murer-Litschi eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Werke präsentieren können. Rund 90 Personen fanden am Samstag den Weg an die Vernissage, die mit bezaubernden Harfenklängen der Luzerner Harfenistin Jeannette Wolf (29) verschönert wurde.

Sein Lebenstraum ging in Erfüllung

André Berdat ist in Nidwalden kein Unbekannter, führt er doch seit 15 Jahren in Buochs eine Kleingalerie mit Atelier. Vor 22 Jahren habe er seinen Lebenswunsch, sich vollumfänglich der bildenden Kunst zu widmen, wahr gemacht, erklärte er an der Vernissage. Als sein Vorbild nennt er den holländischen Maler Piet Mondrian (1872–1944), den grossen Künstler der reinen Farben und Begründer der abstrakten Malerei. Doch André Berdat hat nicht einfach Mondrian kopiert, wie ein Blick durch die Ausstellung zeigt. Gemeinsam bei beiden ist nur die abstrakte Malerei in ihrer strengen und universellen Bedeutung, aber jeder auf seine eigene Art. Man fühlt sich bei André Berdat ein bisschen in die klassische Moderne zurückversetzt. Ins Auge sticht schon sein erstes Werk mit dem leuchtenden Farbkreis, aber auch die Mosaike mit den Nordlichtern sowie verschiedene Holzschnitte und Skulpturen.

Werke von der Natur inspiriert

Rita Murer-Litschi ist seit 40 Jahren in Buchs verheiratet. Sie zeigt Bilder in Mischtechnik, Skulpturen und Collagen. Auf ihre Ideen angesprochen, sagt sie: «Meine Inspirationen hole ich mir in der Natur.» Es seien meist kleine Aufmerksamkeiten in Form von Strukturen oder Erdpigmenten, die sie in ihre Arbeit miteinbeziehe, so Rita Murer. Ihre Begeisterung für die Natur wirkt ansteckend. Sie selber sagt dazu: «Ich versuche einfach, meinen Weg zu gehen, und weiss dabei nie genau, wohin es mich führt und was ich am Schluss zum Ausdruck bringe.» Künstlerisch steht sie vor einer grossen und freudigen Herausforderung. Denn im Mai werde sie pensioniert, verrät sie. Dann wolle sie künstlerisch alle Register ziehen, freut sie sich auf ihren neuen Lebensabschnitt.

 

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Kunstausstellung in Buochs im alten Feuerwehrmagazin beim Seeplatz. Öffnungszeiten: Samstag/Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Die Ausstellung dauert noch bis 19. März 2017. Die Künstler sind während der Öffnungszeiten anwesend.