BUOCHS: Regierung will Zivilluftfahrt in Buochs ausbauen

Der zivile Nidwaldner Flugplatz soll erhalten und ausgebaut werden. Der Kanton soll sich daran finanziell beteiligen, den Flugplatz aber nicht selber betreiben. Dies schlägt die Kantonsregierung in einem am Freitag veröffentlichen Beschluss vor.

sda
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Piste auf dem Flugplatz Buochs. (Archivbild NZ)

Piste auf dem Flugplatz Buochs. (Archivbild NZ)

Aus wirtschaftspolitischen Überlegungen will die Nidwaldner Regierung am zivilen Flugplatz in Buochs festhalten. Die Zivilluftfahrt soll ausgebaut und neue Firmen sollen angesiedelt werden, heisst es gemäss Standpunkt der Nidwaldner Regierung.

2012 zählte der Flugplatz 14'300 Starts und Landungen. Die Regierung will das Maximum künftig bei 20'000 Flugbewegungen festsetzen. Heute wären gemäss Bundesvorgaben 25'000 Bewegungen möglich.

Der Flugplatz soll nicht bloss als Werkflugplatz für die Pilatus Flugzeugwerke dienen. Zu einem Regionalflugplatz soll er aber nach Ansicht des Regierungsrats nicht ausgebaut werden.

Betrieb durch Private

Private sollen den Flugplatz kostendeckend betreiben, heisst es in dem Beschluss weiter. Dazu sollen auf dem Flugplatzgelände unter anderem weiterhin Grossanlässe stattfinden. Die Regierung will sich die Rechte an den Flugflächen sichern, um den Flugbetrieb langfristig aufrechtzuerhalten.

Der Kanton werde sich zudem an weiteren Investitionen beteiligen und Anlagen erstellen müssen. Es sei für einen privaten Betreiber kaum möglich, sämtliche Investitionen selber finanzieren zu können, schreibt die Regierung.

Die Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans verhandeln derzeit mit Armasuisse über den Kauf von rund 238'000 Quadratmeter Land beim Flugplatz Buochs. Das Areal wird für die Aufrechterhaltung des Militärflugplatzes als schlafende Basis nicht mehr benötigt.

Grosse Differenzen am runden Tisch

Wie und von wem der Flughafen nach dem allfälligen Verkauf betrieben werden soll, ist offen. Zwei Runde Tische im Februar und März 2013 von Vertretern aus Politik und Wirtschaft brachten gemäss Regierung keine einheitlichen Vorstellungen. Beteiligt waren unter anderem Parteien, die Pilatus Flugzeugwerke, Wirtschaftsverbände, der Schutzverband sowie das Flugplatzkomitee.

Zwar waren sich die Vertreten im Grundsatz darin einig, dass der Flugplatz zivil weiter betrieben werden soll. Uneinigkeit herrschte gemäss der Stellungnahmen aber unter anderem bei den Flugzahlen, bei der Flugplatzgrösse, zum Betreiber und bei der künftigen Rolle des Kantons.

Der Verkauf des Areals durch die Armasuisse an die Korporationen steht laut Regierungsrat kurz vor dem Abschluss. Danach soll eine Mediation zum künftigen Konzept stattfinden. Gibt sich innert fünf Jahren nach dem geplanten Verkauf keine Lösung, fällt das Areal gemäss einer Klausel an den Bund zurück.