Buochs
Sie bringen Farbe ins Leben: Drei Ausstellerinnen zeigen drei unterschiedliche Handwerke

Im Kulturraum Buochs stellen demnächst drei Frauen ihre Werke aus. Die Liebe zur Farbe verbindet sie, ihre Techniken aber sind ganz unterschiedlich.

Irene Infanger
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Sie malen gerne bunt und stellen demnächst in Buochs aus; von links: Regula Aeppli, Johanna Fankhauser und Sarina Marti.

Sie malen gerne bunt und stellen demnächst in Buochs aus; von links: Regula Aeppli, Johanna Fankhauser und Sarina Marti.

Bild: PD

Im November wird es bunt im Kulturraum Buochs: Drei Ausstellerinnen präsentieren im rund 100 Quadratmeter grossen Ausstellungsraum ihre einzigartig-bunten Kreationen. «Die Ausstellung zeigt die ganze Bandbreite auf, die Farbe kann», fasst Johanna Fankhauser den Grundcharakter der Ausstellung zusammen. Mit ihren bunten Werken wollen die drei Künstlerinnen Freude bereiten und zeigen, wie bunt das Leben sein kann. Sie tun dies aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise. «An unserer gemeinsamen Ausstellung sieht man, wie unterschiedlich Farben eingesetzt werden können», sagt Johanna Fankhauser. Die 66-Jährige malt intuitiv, meist mit den Händen und oftmals blind. Dabei entsteht manchmal etwas Bestimmtes, meist jedoch bleibt eine abstrakte Form. Die Pensionärin aus Emmen sagt:

«Die Farben widerspiegeln das Leben, die Liebe und die Hoffnung. Dies möchte ich in meinen Werken wiedergeben.»
Johanna Fankhauser aus Emmen.

Johanna Fankhauser aus Emmen.

Bild: PD

Die schönen Seiten des Lebens zeigt auch Regula Aeppli. Die jüngere Schwester von Johanna Fankhauser hat dafür aber eine ganz andere Technik: die kolorierte Fotokunst. Zuerst fängt sie knipsend einzigartige Sujets ein, die sie nach Lust und Laune verändert und dann auf Leinwand oder Holz druckt und zu guter Letzt punktuell koloriert. Durch die verstärkten Kolorationen erhalten die Sujets eine neue, ganz persönliche Dimensionalität.

Vater weckte die Begeisterung an den Farben

Das Interesse am Malen zeigte sich bei den Schwestern schon früh. Ihr Vater war es, der die Mädchen immer wieder animierte, zu malen, und sie dabei nie kritisierte. Während sich die ältere Schwester Johanna Fankhauser den korrekten Umgang mit Farben und Formen in Kursen aneignete und wie ihre Werke mehrfach ausstellte, ist es für die 58-jährige Regula Aeppli eine neue Erfahrung. Zwar hat sie kürzlich am Beckenrieder Kunstmarkt teilgenommen, wo sie eine von insgesamt 17 Künstlerinnen und Künstlern war. Eine alleinige Ausstellung hat sie aber noch nie realisiert.

Regula Aeppli aus Beckenried.

Regula Aeppli aus Beckenried.

Bild: PD

Deshalb spannte die Beckenriederin kurzerhand ihre ausstellungserfahrene Schwester ein. Und holte auch die Freundin ihres Sohnes Tobias mit ins Boot: Sarina Marti. «Sie ist klar die Beste von uns, ihre Bilder sind einfach perfekt», rühmt Johanna Fankhauser die junge Künstlerin.

Die Malerei beziehungsweise das Zeichnen begleitet die gelernte Pflegefachfrau FH ebenso seit ihrer Kindheit. Spontanrealistisch wird ihr Malstil beschrieben. Während Sarina Martis Sujets realistischer Natur sind, erhalten sie durch den Einsatz von Farbe eine besondere Dynamik und Eigenheit. «Im Spontanrealismus gelten keine Regeln. Jedes Gemälde wird auf seine eigene Art und Weise einzigartig. Es wird zwar realistisch gemalt, gleichzeitig, aber auch wild und vor allem bunt», sagt die junge Künstlerin aus Sursee.

Sarina Marti aus Sursee.

Sarina Marti aus Sursee.

Bild: PD

Der Kontakt zu den Besuchern steht im Vordergrund

«Ich bin überzeugt, dass die Besucher in dieser grossen Auswahl etwas finden werden, das sie anspricht», so Regula Aeppli. Die Beckenriederin freut sich, ihre Werke erstmals zu präsentieren. «Dass wir hier ausstellen dürfen, ist ein Glücksfall, es ist der perfekte Ausstellungsraum», sagt Regula Aeppli und ergänzt: «Wir sind der Buochser Kulturkommission sehr dankbar, dass wir ‹Hobby-Künstlerinnen› diese Möglichkeit erhalten, und freuen uns, dass wir dank ihrer finanziellen Unterstützung zwei Vernissagen samt Apéro und Musik von Joel Goldenberger realisieren dürfen.» Sie seien gespannt auf die Kontakte und vor allem die Rückmeldungen. Betrachtet und gekauft werden können im Übrigen auch selbst erstellte Karten der drei Ausstellerinnen sowie von Petra Aeppli, der Tochter von Ausstellerin Regula Aeppli. Die Freude am Malen – sie scheint definitiv in der Familie zu liegen. (pd/RIN)

Die Vernissage findet zweimal statt: am Freitag, 12. November, um 18.30 Uhr sowie am Samstag, 13. November, um 14 Uhr. Es gilt Zertifikatspflicht. Die Platzzahl ist beschränkt, eine Anmeldung notwendig unter: www.Einzigartige.ART. Die Ausstellung im Kulturraum am Seeplatz 10 in Buochs dauert bis am 28. November und kann ohne Anmeldung besucht werden. Öffnungszeiten: freitags von 17.30 bis 21 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 19 Uhr.

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