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BUOCHS: Störchen gefällt es beim Bootshafen

Jetzt nistet das Storchenpaar wieder auf der Pappel zwischen Badi und Bootshafen. Und hofft, dass ihm das Wetter gut gesinnt ist.
Die Buochser Störche sind wieder mit dem Nestbau beschäftigt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Buochser Störche sind wieder mit dem Nestbau beschäftigt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Matthias Piazza

Vor wenigen Tagen haben zwei Jungstörche das Licht der Welt erblickt. Sie könnten noch weitere Geschwister bekommen. Denn Störche legen in der Regel zwischen vier und sechs Eier, im Rhythmus von etwa zwei Tagen. «Wir können nicht ins Nest hineinschauen, haben aber beobachtet, dass die Storcheneltern Futter ans Nest brachten», sagt Margrith Enggist, Mitglied der Geschäftsleitung von Storch Schweiz, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Brut beginnt meist im April und dauert rund einen Monat.

Das Nest auf der zurückgeschnittenen hohen Pappel beim Buochser Bootshafen scheint die ideale Kinderstube zu sein. Seit das Storchenpaar vor zwei Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz hierhergezogen ist, brütet es hier jeweils seinen Nachwuchs aus.

Es sind wohl andere Jungtiere

Dabei handelt es sich mit Sicherheit um dasselbe Storchenpaar, das hier sesshaft geworden ist und nun jeden Frühling für Nachwuchs sorgt. Es kam allerdings über Umwege nach Buochs. Davor hatten die Tiere ihre Jungen in Meggen aufgezogen, irgendeine Störung liess sie aber weiterziehen. Die Ennetbürger Kirche kam aber als Nistplatz nicht in Frage, das recht steile Dach erschwerte den Nestbau. Mit Buochs scheinen die Vögel mit den langen Schnäbeln und dünnen Beinen einen Glückstreffer gelandet zu haben. «Die Gemeinde und die Korporation Buochs sind den Störchen sehr wohlgesinnt, sie unterstützen uns und liessen damals die hervorstehenden Äste zurückschneiden, die den Anflug erschwerten», gibt sich Margrith Enggist dankbar.

Die These eines Ennetbürgers, dass es sich bei zwei weiteren Störchen, die er auf der Allmend oberhalb der ARA gesehen hat, um die zwei Jungtiere handelt, die vor zwei Jahren in Buochs geschlüpft sind, kann sie allerdings nicht bestätigen. «Seit sie im vergangenen Jahr das letzte Mal in Buochs gesehen wurden, wissen wir nichts mehr über deren Verbleib. Es war uns nicht möglich, sie zu beringen.»

In der Regel ziehen die Jungvögel im August in den warmen Süden nach Afrika und kehren erst nach zwei bis vier Jahren ins Brutgebiet zurück, wenn sie brutreif geworden sind. Ganz ausgeschlossen, dass es die Buochser Störche mit Jahrgang 2014 sind, die ihrer Heimat einen Besuch abstatten, ist es trotzdem nicht. «Viele Jungtiere fliegen nur bis Südspanien und kehren bereits im Folgejahr zurück», weiss Enggist.

Das Wetter spielt eine Rolle

Solange das Nest nicht gestört wird, dürften die nesttreuen Altstörche dem Standort auch für die nächsten Jahre treu bleiben, ist sie überzeugt. Voraussetzung ist ein entsprechendes Nahrungsangebot. Auf dem Speiseplan von Störchen stehen Fische, Frösche und Nagetiere. Ob die Jungtiere durchkommen, hängt aber auch vom Wetter ab. «Überstanden ist die kritische Phase noch nicht.» Vor allem Nässe und Kälte können ihnen zum Verhängnis werden. Der kalte Frühling im vergangenen Jahr war auch der Grund, dass der Storchennachwuchs damals ausblieb.

1950 war der Storchenbestand in der Schweiz praktisch verschwunden, dann wurden die imposanten Stelzvögel mit ihrer Flügelspannweite von rund zwei Metern aus Algerien «importiert» – mit Erfolg. Nicht nur in Nidwalden, auch schweizweit hat die Storchenpopulation zugenommen. 445 Brutpaare zählte Storch Schweiz, eine Zunahme von rund 10 Prozent pro Jahr, in den vergangenen fünf Jahren. Und die Tendenz sei weiter zunehmend. Den idealen Lebensraum stellen Feuchtgebiete dar. Auch die extensive Landwirtschaft gefällt den Störchen. Dass seine Verbreitung in Mitteleuropa zu einem Problem werden könnte, glaubt Enggist nicht. «Als Kulturvogel passt sich der Storch der Zivilisation an und ist bei den Leuten auch sehr beliebt.»

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