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BUOCHS: Strenge Regeln für Handyantennen

Wo dürfen die Mobilfunkanbieter ihre Antennen aufstellen und wo nicht? Auch das soll neu im Bau- und Zonenreglement der Gemeinde geregelt werden.
Matthias Piazza
Nicht überall beliebt: Mobilfunkantennen. (Bild: Martin Uebelhart)

Nicht überall beliebt: Mobilfunkantennen. (Bild: Martin Uebelhart)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Rund acht von zehn Schweizern zwischen 15 und 74 Jahren haben mittlerweile ein Smartphone. Doch unterwegs telefonieren und surfen braucht leistungsfähige Mobilfunkantennen. Die sind aber nicht überall beliebt. So regte sich in den vergangenen Jahren in Buochs verschiedentlich Widerstand gegen neue Antennen.

Ein Gesuch von Sunrise für eine Antenne am Gebäude Nähseydi 6 (beim Coop) wurde mittlerweile zurückgezogen. Für die Gesuche von Salt für eine Anlage oberhalb der Verzweigung Güterstrasse/Frongasse und von Swisscom bei der Flurhofstrasse sind noch Einwendungen hängig, welche die Gemeinde Buochs in den nächsten Monaten behandeln will.

Auch Alternativstandorte in Betracht ziehen

Künftig soll ein entsprechender Artikel im Bau- und Zonenreglement mehr Klarheit schaffen, wo Antennen generell erwünscht sind und wo nicht. Mobilfunkanbieter, die eine neue Antenne aufstellen wollen, bezeichnen um ihren Wunschstandort diejenigen Flächen in einem Radius von 200 Metern, in welchem auch Alternativstandorte denkbar wären. Die Gemeinde kann innert 40 Arbeitstagen mögliche Alternativstandorte prüfen, beurteilen und bezeichnen. Die Mobilfunkanbieter prüfen danach die von der Gemeinde angegebenen Alternativstandorte auf technische und wirtschaftliche Machbarkeit und informieren die Gemeinde innert 20 Arbeitstagen.

Weiter verbietet das Bau- und Zonenreglement in bestimmten Gebieten das Aufstellen von sichtbaren Antennen (so etwa in der Dorfzone, in der Ortsbildschutzzone oder im landschaftlich empfindlichen Siedlungsgebiet). «Damit sind die Vorgaben, die wir bis jetzt in Vereinbarungen mit den Mobilfunkanbietern festhielten, im Bau- und Zonenreglement verankert», erklärt Gemeindevizepräsident Werner Zimmermann gegenüber unserer Zeitung.

In Seenähe darf nicht gebaut werden

Eine weitere wichtige Änderung in der revidierten Bau- und Zonenplanung, über welche die Buochser Bürger an ihrer Gemeindeversammlung vom 22. Mai abstimmen, ist die Gewässerraumzone, welche gemäss Vorgabe des Bundes bis Ende 2018 ausgeschieden werden muss. Sie dient dem Schutz vor Hochwasser, der Gewährleistung des Gewässerunterhalts, der Sicherung der natürlichen Funktion, der Förderung der Artenvielfalt und soll neu nicht nur Bäche und Flüsse, sondern auch stehende Gewässer schützen. Grundsätzlich sind keine neuen Bauten und Anlagen in der Gewässerraumzone erlaubt. Die Ausnahmen sind in der Gewässerschutzverordnung des Bundes formuliert. So sind neue standortgebundene Gebäude und solche im übergeordneten öffentlichen Interesse möglich.

Im Weiteren geht es um ein Gesuch, das die Freihaltezone im Seefeld der Grünzone zuweisen will. Dies, da eine Öffnung des Aawasserdeltas im Bereich der ausgeschiedenen Freihaltezone als ökologischer Ausgleich für das Aviatikvorhaben auf dem Flugplatz Buochs von den Gesuchstellern abgelehnt wird. Diese Umzonung ändere aus Sicht des Gemeinderates nichts, da es sich hierbei um eine Koordinationsaufgabe gemäss kantonalem Richtplan handle, begründet der Buochser Gemeinderat in der Botschaft den Antrag auf Ablehnung des Gesuches.

Über eine erfreuliche Rechnung dürfen die Buochser abstimmen. Sie schliesst mit einem Plus von 1,31 Millionen Franken ab (bei einem Ertrag von 20,66 und einem Aufwand von 19,36 Millionen Franken). Damit fällt das Ergebnis um rund 871000 Franken besser aus als budgetiert. Grosse Mehrerträge waren bei den Steuern und dem Finanz- und Lastenausgleich zu verzeichnen, Minderaufwände konnten mehrheitlich in allen Funktionen erzielt werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung hat sich von 3097 Franken im Jahr 2015 auf 2833 Franken im vergangenen Jahr verringert. Investiert wurden im vergangenen Jahr netto 2,53 Millionen Franken.

Kirchgemeinde schliesst besser ab als erwartet

Die Kirchgemeinde verzeichnete im vergangenen Jahr einen Überschuss von 71571 Franken – dies bei rund 1,34 Millionen Franken Ertrag und 1,26 Millionen Franken Aufwand. Damit ist das Ergebnis rund 143000 Franken besser als budgetiert. Davon sollen 71571 Franken in den Renovationsfonds fliessen, wie es in der Botschaft heisst.

Hinweis

Gemeindeversammlung: Montag, 22. Mai, 19.30 Uhr, Lückertsmatthalle.

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