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BUOCHS: Swissmedic interessierte sich für Bio-Geräte

Albert Frank vertreibt über seine Firma bioenergetische Geräte. Experten halten diese für «Unsinn».
«Wir haben diese Passagen von der Webseite gelöscht», Albert Frank, ifbio Swiss GmbH. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

«Wir haben diese Passagen von der Webseite gelöscht», Albert Frank, ifbio Swiss GmbH. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

mu. Kürzlich beleuchtete der «Beobachter» Geschäftsfelder des Nidwaldner Unternehmers und SVP-Landrats Albert Frank kritisch. Über seine Firma Ifbio Swiss GmbH vertreibt er ein Gerät namens Etascan. Laut der Zeitschrift soll Etascan die bioenergetischen Werte in den Organen messen. Das geschehe über einen Sensorkopfhörer, der an einen Laptop angeschlossen ist. Ifbio werbe mit pseudowissenschaftlichen Erklärungen und dem Slogan «Yes we s’can» für den Scanner. Dieser Darstellung widerspricht Albert Frank gegenüber unserer Zeitung: «Das Gerät kann ‹bioenergetische Zustände› im Körper messen.» Es sei kein medizinischer Apparat.

Albert Frank spricht in dem «Beobachter»-Beitrag von einem «nichtlinearen System», von «weissem Rauschen» und wird mit dem Satz zitiert: «Ich bin weder Mediziner noch Physiker. Fragen hierzu kann ich nicht beantworten.» Im Gespräch mit unserer Zeitung verweist er für Antworten auf diese Fragen an Experten.

Mehr als 10 000 Franken

Experten halten den Etascan laut «Beobachter» für «Unsinn». Es sei unmöglich, eine Strahlung mit Schwingungen im Mikrowellenbereich über gängige Elektroden oder Kopfhörer zu messen, zu bearbeiten oder dem Patienten zuzuführen, lässt sich Brunello Wüthrich, ehemaliger Leiter der Allergiestation des Universitätsspitals Zürich, zitieren. Jedoch bieten laut der Zeitschrift Dutzende von Naturheilern, Ärzte und einige Drogerien Analysen und Therapien mit Etascan an. Das Gerät koste über 10 000 Franken, eine Therapiesitzung rund 150 Franken. Kritik gebe es mittlerweile auch unter Naturheilpraktikern. Weiter habe Frank nach einer Beanstandung von Swissmedic Passagen im Internet gelöscht, wonach Etascan vom Heilmittelinstitut zugelassen sei.

Albert Frank sagt auf Anfrage unserer Zeitung, dass im Jahr 2007 eine Swissmedic-Prüfung zum Inhalt der Werbung und der Beschreibung des Gerätes stattgefunden habe. Seine Firma sei dem «Beobachter» dankbar, dass er die Swissmedic auf missverständliche Formulierungen auf der Homepage aufmerksam gemacht habe. «Wir haben diese Passagen von der Webseite gelöscht und mit den zuständigen Behörden Kontakt aufgenommen. Die Sache ist für diese erledigt», hält er fest.

Seine Firma habe nichts mit seiner politischen Tätigkeit als Landrat oder mit seiner Partei zu tun, betont er weiter. Seit seiner Wahl in den Landrat sei er mit der Ifbio Swiss GmbH nicht mehr sehr aktiv gewesen, sagt er weiter. Sein Mandat beanspruche Zeit. «Ich nehme die Vorbereitungszeit für die Kommissionen sehr ernst und brauche viel Zeit für das Einlesen in die Unterlagen. Ich denke, ich bin das den Wählern schuldig», so Frank. Die Arbeit im Landrat mache ihm Freude, und er wolle sich auch weiterhin mit Leidenschaft und Engagement einsetzen.

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