Buochs
Von Tür zu Tür bei der Frank Türen AG: Zwei Mitarbeiter sind mitgewachsen

Das Buochser Unternehmen hat sich in 125 Jahren von der klassischen Dorfschreinerei zum Spezialisten für Sicherheitstüren entwickelt. Zwei Firmenstützen erzählen von der rasanten Entwicklung der letzten 20 Jahre.

Ruedi Wechsler
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Teamleiter Montagen bei Frank Türen AG, Romuald Benkert (links), und Produktionsleiter Dejan Stoimenov.

Teamleiter Montagen bei Frank Türen AG, Romuald Benkert (links), und Produktionsleiter Dejan Stoimenov.

Foto: Ruedi Wechsler (Buochs, 27. September 2022)

Anfang Jahr berichteten wir von der Lichtershow von Gerry Hofstetter zum Start des Jubiläumsjahres der Frank Türen AG. Beim letzten Beitrag im Juli kamen zwei sehr geschätzte und langjährige Mitarbeiter zu Wort. Nun erfahren wir von Teamleiter Montage, Romuald Benkert, und Produktionsleiter, Dejan Stoimenov, wie sie mitgewachsen sind.

Die Familie Frank ist Teil seines Lebens

Romuald Benkert – seine Mutter stammt aus Paris, daher sein Vorname – ist nahe der Familie Frank mit deren Geschwistern Susanne, Marcel und Benno aufgewachsen. Fürs Basteln deckte er sich jeweils in der Schreinerei Frank mit allerlei Holzresten ein. Seither ist «Romu», wie ihn alle nennen, mit Holz und Frank verbunden. Nach seiner erfolgreichen Schreinerlehre suchte er sich eine neue Herausforderung und fand diese mehr oder weniger direkt vor seiner Haustür – bei Frank. 1999 begann seine Laufbahn zunächst temporär als Schreiner im Bankraum. Schon bald folgten Weiterbildungen, und er übernahm die Lehrlingsausbildung. Wegen Mangel an Monteuren begab sich Benkert schon bald auf Montagen. «Zwischen dem Bankschreiner und dem Monteur liegen Welten. Dem Bankschreiner wird vorgegeben, was zu tun ist, und auf den Baustellen ist grosse Flexibilität gefragt», sagt der 43-Jährige.

Heute sind es längst nicht mehr einfache Zimmertüren, die montiert werden müssen, sondern meterlange und schwere Brandschutzfronten oder Brandschutztüren. Bei den neuen und vielfältigen Produkten wird neben dem Schreinerhandwerk eine hohe Affinität für Elektroteile und Elektrotechnik verlangt. Das sei sehr herausfordernd. «Früher war der Umgang untereinander eher rauer als heute. Kreuzte der ehemalige und sehr erfolgreiche Steinstösser Sepp Ambauen in den Räumlichkeiten auf, wurde es am anderen Ende fast dunkel», fügt der in Obfelden (ZH) wohnhafte zweifache Familienvater an.

Ferienwochen in der Werkstatt verbracht

Dejan Stoimenov schnupperte schon während der Schulzeit bei Frank Türen AG. Er war vom Familienbetrieb so begeistert, dass er vor dem Lehrlingsbeginn vor 20 Jahren bereits mehrere Ferienwochen in der Frank-Werkstatt verbrachte. Inzwischen hat er seinen Traum verwirklicht und sich zum Produktionsleiter hochgearbeitet. «Ernst Frank prognostizierte mir schon in jungen Jahren, dass er sich eine Laufbahn im Büro gut vorstellen könne. Und jetzt bin ich nur noch eine Stufe unter der Geschäftsleitung», sagt Stoimenov mit berechtigtem Stolz.

Aus etwas Kleinem etwas Grosses machen. Das ist das Credo von Stoimenov. «Ich bin willensstark und ehrgeizig. Zudem kann ich gut zuhören und finde immer eine Lösung», sagt der Buochser Familienvater. Die Familie mit den zwei Kindern bedeutet ihm viel, da bleibt kaum Zeit für Hobbys. Der Arbeitstag ist lang und beginnt für ihn um 6 Uhr. Danach geht es Schlag auf Schlag, und er trifft sich mit den Vorarbeitern zum Morgenrapport. «Ich bin glücklich und ich will das jetzige Level beibehalten und auch an andere weitergeben», fügt Stoimenov an. Zudem schätzt er das gute Arbeitsklima und ist Frank dankbar, dass man ihn immer gefördert und gefordert hat.