Buochs will günstiges Wohnen im Alter fördern

Die Gemeinde Buochs geht davon aus, dass die Nachfrage für Seniorenwohnraum steigen wird. An der Gemeindeversammlung vom 22. Juni wird daher über den Teilverkauf einer Parzelle zu einem günstigen Preis befunden.

Florian Pfister
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Das Projekt «Wohnen im Alter» sieht einen günstigen Mietpreis vor.

Das Projekt «Wohnen im Alter» sieht einen günstigen Mietpreis vor.

Symbolbild: Christian Beutler/Keystone

Die Genossenkorporation Buochs will kostengünstige Wohnungen erstellen, um das Wohnen im Alter bezahlbar zu machen. Um das Projekt «Wohnen im Alter» realisieren zu können, ist ein Teilerwerb einer Parzelle nötig, auf dessen Grund ein Teil des heutigen Altersheims steht. Über den Verkauf stimmt die Gemeindeversammlung am Montag, 22. Juni, ab. Wie der Preis der Parzelle zeigt, will nicht nur die Käuferin, sondern auch der Gemeinderat den Bau zahlbarer Wohnungen für Senioren unterstützen.

Die Gemeinde und die Finanzkommission gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Wohnraum für Senioren mit und ohne Pflege steigen wird. Das Projekt «Wohnen im Alter» sei deswegen von öffentlichem Interesse. Daher will die Politische Gemeinde das Land an die Genossenkorporation Buochs zum gleichen Preis verkaufen, wie diese den Landpreis für die Mietzinsberechnung einsetzt. So soll die Parzelle für 50 Franken pro Quadratmeter an die Genossenkorporation übergehen. Der Verkaufspreis der 268 Quadratmeter liegt bei total 14'300 Franken.

Das bestehende Alterswohnheim steht heute auf Land der Gemeinde und der Genossenkorporation. Durch das Alterswohnheim verläuft eine Zonengrenze. Die für das Projekt nötige Parzelle liegt teilweise in der 3-geschossigen Wohnzone. Dieser soll verkauft werden. Ein weiterer Teil liegt in der Zone für öffentliche Zwecke und bleibt weiterhin im Besitz der Gemeinde. Er soll der Stiftung Altersfürsorge Buochs weiterhin im Baurecht zu den bisherigen Konditionen zur Verfügung gestellt werden. Auch darüber wird abgestimmt. Falls das Projekt aus irgendwelchen Gründen nicht zur Umsetzung gelangt, behält die Gemeinde ein Rückkaufsrecht.

Mehr Einnahmen und weniger Ausgaben

Die Jahresrechnung 2019 schliesst mit einem Gewinn von rund 1,6 Millionen Franken ab und damit rund 1,3 Millionen besser als budgetiert. Dieser Überschuss resultiert aus Mehreinnahmen bei den Steuern, dem Finanzausgleich, den Grundstückgewinnsteuern und ausserordentlichen Erträgen in Kombination mit einer konsequenten Budget- und Ausgabendisziplin bei den Aufwendungen, wie die Gemeinde in ihrer Botschaft schreibt.

Die Nettoinvestitionen liegen unter dem Budget. Da es sich zum grössten Teil um Verschiebungen der Auslagen ins Folgejahr handelt, belaufen sich die Ausgaben auf rund 2,9 Millionen Franken, rund 1,4 Millionen weniger als budgetiert. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei knapp 129 Prozent.

Neben den bereits erwähnten Traktanden stimmt die Gemeinde Buochs über den vorzeitigen Rücktritt vom Finanzkomissionsmitglied Daniel Flury ab. Der Nachfolger wird durch eine Ersatzwahl bestimmt. Zudem wird über die Genehmigung eines Einbürgerungsgesuch abgestimmt.

Auch die Römisch-katholische Kirchgemeinde Buochs schliesst mit einem Gewinn von rund 66 000 Franken besser als budgetiert ab. Ausserdem geht es um einen Kreditantrag für die Sanierung der Friedhofmauer und um Wahlen von drei Mitgliedern, dem Kirchmeier und dem Vizepräsident für die nächsten vier Jahre. Die Gemeindeversammlung der Kirchgemeinde findet im Anschluss an die Versammlung der Gemeinde Buochs statt.

Gemeindeversammlung: Montag, 22. Juni, 19.30 Uhr in der Breitlihalle

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