BUOCHS/ENNETBÜRGEN: Die Schwäne sorgen für Ärger

Die Schwäne machen den Bauern Bauchweh. Das Gras leidet. Der Kanton reagiert mit einem Fütterungsverbot. Daran halten sich nicht alle.

Matthias Piazza
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Kommen zuweilen den Bauern in die Quere: Schwäne in Buochs. (Bild Matthias Piazza)

Kommen zuweilen den Bauern in die Quere: Schwäne in Buochs. (Bild Matthias Piazza)

Viele Schwäne halten sich auf der Wiese bei der Ennetbürgerstrasse entlang der Engelbergeraa in Buochs auf – viel mehr als früher. Und das hat einen Grund: «Ihr früheres Domizil, der Bereich beim Seeufer, ist zurzeit eine Baustelle. Die Schwäne fühlten sich wohl gestört und suchten sich einen neuen Aufenthaltsort», erklärt Fabian Bieri, Leiter Jagd und Fischerei des Kantons Nidwalden. «Im Gegensatz zu ihrem alten Aufenthaltsort näher beim See, finden sie im Bereich des Flugplatzes und des Scheidgrabens einen reich gedeckten Tisch. Das Gras des landwirtschaftlich intensiv genutzten und stark gedüngten Landes ist saftiger als dasjenige beim Seeufer.»

Von Schwänen überschwemmt

Und so kommt es nicht selten vor, dass eine ganze Wiese von Schwänen bevölkert ist. Doch nicht alle können sich an diesem Anblick erfreuen. Vor allem den Bauern bereitet die Schwaneninvasion auf ihrem Land Bauchweh. «Gegenwärtig wird das Kulturland zwischen Buochs und Ennetbürgen regelrecht von Schwänen überschwemmt», sagt etwa Landwirt Ernst Barmettler aus Buochs, der ebenfalls mit seinem Pachtland davon betroffen ist. «Sie fressen das Gras und verkoten die Wiesen», stellt er fest. «Mittlerweile ist die Verschmutzung so gross, dass eine Verfütterung des Grases ans Vieh nicht mehr möglich ist.»

Fabian Bieri kann den Unmut der Bauern nachvollziehen. «Das Schlimmste ist der Kot der Schwäne. Das verschmutzte Gras fressen die Kühe nicht mehr. Im Siloballen löst Kot eine Fehlgärung des Grases aus, was es für den Winter unbrauchbar macht.» Als Sofortmassnahme wurde nun ein Fütterungsverbot verhängt: Tafeln weisen die Fussgänger darauf hin, die Schwäne nicht zu füttern.