BUOCHS/ENNETBÜRGEN: Die Schweiz aus der Sicht eines Künstlers

Die Nationalfeier in der Badi kam gut an. Rund 500 Besucher hörten eine amüsante Rede des Langenthaler Kabarettisten Valerio Moser.

Richard Greuter
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Die Kindertrachtengruppe Buochs erfreute die Zuschauer mit einem beherzten Auftritt. (Bild: Richard Greuter (Buochs, 31. Juli 2017))

Die Kindertrachtengruppe Buochs erfreute die Zuschauer mit einem beherzten Auftritt. (Bild: Richard Greuter (Buochs, 31. Juli 2017))

Das Strandbad Buochs-Ennetbürgen gehörte für einmal nicht den sonnenhungrigen Badegästen, sondern den Gästen der diesjährigen Bundesfeier. Der herrliche Platz am See mit der Bergkulisse im Hintergrund bot eine feierliche Ambiance, Gelegenheit für Gespräche und auch die Möglichkeit, wieder einmal über die Schweiz nachzudenken. Eingeladen war die Buochser und Ennetbürger Bevölkerung von den Kulturkommissionen der beiden Gemeinden, die sie mit einem Volksapéro und Folkloredarbietungen empfingen.

Einen beherzten Auftritt zeigte die Kindertrachtengruppe Buochs. Die Buben und Mädchen zwischen 4 und 9 Jahren führten einige Trachtentänze auf und ernteten viel Applaus. Für ordentliche Feststimmung sorgte das Musikduo Radys. Die beiden Stimmungskanonen Markus Zemp aus Neuenkirch und Thomy von Büren aus Buochs verstanden es, das Publikum mit eigenen Songs, Ohrwürmern aus der Schlagerwelt und Schunkelmelodien in Partylaune zu versetzen. Den Höhepunkt bildete der als «Ungewöhnliche Rede» angekündigte Vortrag von Valerio Moser. «Wir wollten keine gewöhnliche Ansprache», so Heinz Rutishauser, Präsident der Kulturkommission Buochs.

Der 28-jährige Langenthaler Künstler Valerio Moser gilt als Multitalent und ist bekannt für Slam-Poetry, worin er sogar den Schweizer Meistertitel erlangte. In seiner Rede setzte Moser den Fokus auf sein Empfinden als Schweizer. «Was heisst es für mich, Schweizer zu sein?», so seine rhetorische Frage und die erste Antwort lautete: «Unser Land ist seit der Gründung geprägt als Willensnation.» In seinen Ausführungen, die beim Publikum gut ankamen, streifte der Künstler die Vielfalt der Schweiz und bekannte sich zur Demokratie, auch wenn sie aus seiner Sicht nicht immer recht hat. Zum Schluss gab er noch eine Kostprobe seiner Slam-Poetry.

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch