Buochs/Ennetbürgen

Feuerwehr und Werkhof unter einem Dach in Buochs bewährt sich

Sie teilen sich den Maschinenpark und Waschplatz: Seit gut einem Jahr sind Feuerwehr und Werkhof Tor an Tor. Die gut 2,5 Millionen Franken Investitionen für den Werkhof hätten sich gelohnt, ist der Buochser Gemeindepräsident überzeugt.

Matthias Piazza
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Werkhof-Leiter Franz Odermatt (links) und Gemeindepräsident Werner Zimmermann.

Werkhof-Leiter Franz Odermatt (links) und Gemeindepräsident Werner Zimmermann.

Bild: Matthias Piazza (Buochs, 19. November 2019)

Egal ob es schneit oder ob es brennt: Seit November 2019 rücken auch die drei Mitarbeiter des Buochser Werkdienstes von der Flurhofstrasse 4 aus – Tor an Tor neben der Feuerwehr Buochs-Ennetbürgen, die dort vor sechs Jahren ihr neues Depot bezogen hat. 2,7 Millionen Franken investierte die Gemeinde in den neuen Werkhof. Eine Investition, die sich laut Gemeindepräsident Werner Zimmermann gelohnt hat. «Die Arbeitsabläufe für den Werkdienst haben sich sehr vereinfacht. Die Mitarbeiter des Werkdienstes sind glücklich über den zentralen grosszügigen Standort mit der modernen Infrastruktur.» Vorbei die Zeiten, als der Werkhof an fünf Standorten verzettelt war und die Mitarbeiter etwa auf die Fussgänger auf dem Trottoir achten mussten, wenn sie mit ihren Fahrzeugen aus der Garage an der Bürgerheimstrasse fuhren. Oder Material von Hand eingelagert werden musste.

In der grosszügigen beheizten Halle sind fünf Werkdienstfahrzeuge, die Hebebühne und ein Anhänger für Arbeiten in Zusammenhang mit der Wasserversorgung eingestellt. Ein Lager mit Hundekotsäckchen, WC-Papier für die öffentlichen Toiletten und weiterem Verbrauchsmaterial befindet sich im hinteren Teil. Auch die Palette mit der Weihnachtsbeleuchtung in der Halle vorne lässt sich problemlos mit dem Stapler verschieben. Als grosses Plus hebt Werner Zimmermann auch den Nachbarn Feuerwehr hervor.

«Viele Einrichtungen können die beiden Betriebe gemeinsam nutzen»

«, wie etwa den Stapler, die Waschanlage oder die Anlage zur Wasseraufbereitung.» Um Diskussionen wegen der Kosten zu vermeiden, seien im Vorfeld genaue Vereinbarungen getroffen worden zwischen der Feuerwehr Buochs-Ennetbürgen, welche als Verband organisiert ist, und der Gemeinde Buochs mit ihrem Werkhof.

Solaranlage liefert eigenen Strom

Auch ökologisch setzte der Werkhof-/Feuerwehr-Bau neue Massstäbe. Er wird mit einer Grundwasser-Wärmepumpe beheizt. Solaranlagen auf den Dächern des Neubaus und ein Blockheizkraftwerk der Abwasserreinigungs-Anlage Aumühle (ARA) decken etwa den Bedarf von 29 Haushaltungen ab.

Der Strom fliesst allerdings nicht ins öffentliche Netz, sondern bleibt im Verbund der neu gebildeten Eigenverbrauchsgemeinschaft, dem auch die ARA angehört, welche von drei Bezügern am meisten Strom braucht. Erst wenn der selbst erzeugte Strom nicht reicht, wird das öffentliche Netz angezapft.

Ennetbürgen betreibt einen eigenen Werkhof in seinem alten Feuerwehrlokal beim Schulhaus. Aber auch in diesem Bereich arbeiten die beiden Gemeinden zusammen. So darf auch Ennetbürgen die Waschstrasse benutzen und sich beim Salzsilo beim neuen Buochser Werkhof bedienen. Denn das Salzsilo wurde auch gemeinsam finanziert.

Werner Zimmermann spricht von einem Generationenbau. «Dank der Platzreserve ist der Werkhof auch für ein weiteres Bevölkerungswachstum bestens gerüstet.»Auch Stansstad macht gemeinsame Sache. Am Montag starten die Bauarbeiten für das neue Gewerbegebäude, wo die Feuerwehr und der Werkhof untergebracht werden.