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Geschichte des Bürgenstock-Resorts kann neu erlebt werden

Vier Jahre haben sich zwei Autoren der Geschichte und dem Neuanfang des Bürgenstock Resorts gewidmet. Mit Film und Buch lässt sich auf spannende Art in beides eintauchen.
Markus von Rotz
Der Dokumentarfilm arbeitet auch mit einigen Zeitrafferaufnahmen wie hier beim Hotelaufbau. (Bild: Bild aus dem Film: PD)

Der Dokumentarfilm arbeitet auch mit einigen Zeitrafferaufnahmen wie hier beim Hotelaufbau. (Bild: Bild aus dem Film: PD)

Ueli Haldimann, früherer Chefredaktor von Fernsehen SRF, hatte im Herbst 2011 in der Zeitung gelesen, dass man Good-Bye-Wochenenden auf dem Bürgenstock buchen könne. Kurzentschlossen entschied er sich für eine solche Übernachtung. Am andern Morgen bei einem Rundgang im Gelände, das vor einer Totalerneuerung stand, kam ihm der Gedanke: «Das muss man doch einfach filmen.» Und er bekam von den Resort-Verantwortlichen einen Auftrag dafür, wie er an der Präsentation vom Dienstagabend im Resort erzählte.

Immer wieder war er seit 2014 oben. «Meine Partnerin musste viel Verständnis aufbringen, wenn ich mal wieder einen Anruf erhielt, dass was passiere. Etwa, wenn die Bank verschoben wurde, auf der Audrey Hepburn oft gesessen war» – die 1993 verstorbene englische Schauspielerin. Am Schluss hatte er die Qual der Wahl: Aus geschätzten 150 Stunden Filmmaterial und über 200'000 Bildern wurde ein 57-Minuten-Dokumentarfilm.

Das Verdienst von königlichen Ferien

Haldimann nimmt den Zuschauer auf einen Rundgang durchs alte Hotel. Man hört Managing Director Bruno H. Schöpfer sagen, wie das Projekt zeitweise «auf Messers Schneide» stand und erfährt, wie viel historisches Material in den Neubau gerettet wurde. Zeitraffer fassen Abbruch und Aufbau zusammen. Der Besucher taucht ausführlich in die historische Faszination des Resorts ein, 1873 von den beiden Obwaldnern Franz Josef Bucher und Josef Durrer erbaut.

«Die Rückkehr einer Legende» heisst der Film, in dem von einem Bürgenstock-Virus gesprochen wird, der allerdings in den Jahren vor dem Neustart ziemlich verblasst war. Der Film macht die Geschichte lebendig. Zu verdanken sei der Hotelboom rund um den Vierwaldstättersee mit allein 2000 Betten auf der Rigi in Glanzzeiten nicht zuletzt der englischen Königin Victoria, die 1868 in der Zentralschweiz Ferien machte. Bilder davon erregten «in England grosses Aufsehen» und sorgten für Faszination.

Sie feierten mit Gästen die doppelte Premiere auf dem Bürgenstock (von links): Robert P. Herr, General Manager, Bruno H. Schöpfer, Managing Director, Buchautor Romano Cuonz und Filmemacher Ueli Haldimann. (Bild: PD / Emanuel Ammon, 22. Januar 2019)

Sie feierten mit Gästen die doppelte Premiere auf dem Bürgenstock (von links): Robert P. Herr, General Manager, Bruno H. Schöpfer, Managing Director, Buchautor Romano Cuonz und Filmemacher Ueli Haldimann. (Bild: PD / Emanuel Ammon, 22. Januar 2019)

Haldimann stützte sich für den Film stark auf das Buch des Sarner Autors Romano Cuonz ab, das laut Schöpfer «fantastisch gelungen» sei. Cuonz ist ein Kenner des Resorts, hat er doch schon 1991 ein Buch über die Pioniere Durrer und Bucher geschrieben. Ihn interessiere die Geschichte nicht zuletzt darum, weil er ein Nachkomme Buchers sei, sagte Cuonz vor den geladenen Gästen. Die beiden Pioniere waren Parkett-Produzenten und bauten die Hotels auch, um ihrer adligen Kundschaft etwas mehr bieten zu können. Zwischendurch war Bucher nicht zuletzt auch dank dem Bau der Stanserhornbahn dem Konkurs nahe, am Ende seines Lebens aber konnte er all seinen 12 Nachkommen je ein Hotel und eine Million Franken vermachen.

Der Dokumentarfilm wird am Samstag, 26. Januar, um 18.30 Uhr auf Tele 1 ausgestrahlt und wird auch im öffentlichen Kino im Bürgenstock Resort gezeigt. Das Buch «Der Hotelberg» aus dem NZZ Libro Verlag (240 Seiten) gibt es je nach Buchhändler für zirka 115 Franken.

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