Churer Bischof sorgt für Missstimmung

Die Haltung von Bischof Vitus Huonder sorgte in der Budgetdebatte für Nebengeräusche. Eine Sistierung der Beiträge lehnte der Grosse Kirchenrat des Kantons Nidwalden vorerst ab.

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Der Churer Bischof Vitus Huonder. (Bild: Keystone)

Der Churer Bischof Vitus Huonder. (Bild: Keystone)

«Immer mehr Gläubige kehren dieser Kirche den Rücken, und Bischof Vitus Huonder bleibt», sagte der Ennetbürger Kirchenratspräsident Thomas Rebsamen an der Sitzung des Nidwaldner Kirchenrates und folgerte: «Leider erleben die Katholiken im Bistum Chur ihren Oberhirten nicht als Seelsorger, sondern als Juristen.» Rebsamen beantragte, den Bistumsbeitrag auf ein Sperrkonto zu überweisen. Er wünschte sich, dass auch fortschrittlich denkende Gläubige in der Kirche ihren Platz haben. «Statt seine Energie darauf zu verwenden, mit den nach Reformen drängenden Seelsorgern und Gläubigen nach Lösungen zu suchen, nimmt er in Kauf, dass ihm am Ende nur noch die Rom-Treuen bleiben.»

Unterstützung erhält Rebsamen von seinen Ennetbürger Kollegen. Adolf Mathis gab zum Ausdruck, dass alle Seelsorger betroffen seien. «Wenn diese Verlautbarungen umgesetzt werden, hat das für unsere Pfarreien eine verheerende Wirkung», berichtete Mathis. Präsident Klaus Odermatt versuchte, die Wogen zu glätten. «Auch wenn wir mit dem Bischof das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben», so Odermatt, «ist es für mich der falsche Weg.»

In der Abstimmung lehnte der grosse Kirchenrat den Antrag, die Zahlungen nach Chur zu sperren, mit 17 gegen 10 Stimmen ab.

Richard Greuter

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