Corona
Covid-19-Impfaktion in den Nidwaldner Altersheimen ist abgeschlossen – doch es fehlt an Nachschub

Sämtliche impfwillige Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen im Kanton Nidwalden haben die Zweitimpfung erhalten. Allerdings kann aufgrund der Verzögerungen bei den Impfstoff-Herstellern die weitere Impfaktion nicht wie gewünscht fortgeführt werden.

Florian Arnold und Ernst Zimmerli
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Rund zwei Monate nach der ersten Impfung im Kanton Nidwalden haben inzwischen alle impfwilligen Bewohnenden von Alters- und Pflegeheimen die zweite Impfung gegen Covid-19 erhalten. «Die Quote ist mit 80 Prozent sehr hoch», sagt Kantonsarzt Peter Gürber. Die Akzeptanz der Impfung sei erfreulich gewesen, die Hausärzte hätten gegenüber ihren Patienten viele Fragen klären können.

Insgesamt sind laut einer Mitteilung rund 6100 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht rund 8,5 Prozent der Nidwaldner, die für eine Impfung in Frage kommt. Vorrang hatten die über 75-Jährigen, berücksichtigt wurden auch besonders gefährdete Personen und stellenweise Mitarbeitende von Gesundheitseinrichtungen. Allerdings ist noch weit nicht das gesamte Personal geimpft. Auf die Massnahmen für Besuche in den Alters- und Pflegeheimen hat der erreichte Meilenstein deshalb vorderhand keinen Einfluss, wie der Kantonsarzt bestätigt.

Geliehene Impfdosen zurückgegeben

Auch kann noch nicht an eine Erhöhung des Tempos beim Impfen gedacht werden. Denn immer noch gibt es Lieferengpässe bei den Herstellern der beiden bisher in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe. Hinzu kommt, dass Nidwalden von der jüngsten Lieferung einen Teil an einen Kanton zurückgeben hat. Denn im Februar konnten diese rund 700 bis 800 Impfdosen ausgeliehen werden. Zu einer solchen Situation soll es jedoch laut dem Kantonsarzt nicht mehr kommen. «Heute planen wir ausschliesslich so, dass wir immer die zweite nötige Impfdosis garantieren können. Die beiden Impftermine werden auf einmal vergeben», erklärt Gürber. Deshalb muss sich die nächste Personengruppe, die laut dem kantonalen Impfplan an der Reihe wäre, noch gedulden.

Auch auf die Aufschaltung der Online-Registrierung wird noch verzichtet. Bis auf weiteres können noch keine Termine für eine Impfung gebucht werden. Sobald die Impfstoffe in einer ausreichenden Menge vorhanden seien, werde die Online-Plattform zugänglich gemacht. Dies dürfte laut Abschätzung des Kantonsarzts aber frühestens im Mai der Fall sein. Grössere Mengen an Impfstoff werden ab Mitte März erwartet. Wenn es so weit sei, werde auch der Einbezug der Apotheken und die in Betracht fallende Errichtung eines Impfzentrums konkretisiert.

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Ein Teil der Arztpraxen sieht sich derzeit mit vielen Anfragen konfrontiert. «Die Hausärzte gehen aktiv auf ihre Klientinnen und Klienten aus dem Kreis der gefährdeten Personen zu, sobald sich für diese die Möglichkeit einer Impfung abzeichnet», sagt Gürber. Er empfiehlt zudem, regelmässig die Website www.nw.ch/coronavirus zu besuchen, auf welcher der aktualisierte Impfplan und weitere Informationen zur Impfung ersichtlich sind.