Corona
Impfplan des Kantons Nidwalden erfährt Verzögerungen wegen Lieferengpässen

Die Lieferengpässe der in der Schweiz zugelassenen Covid-19-Impfstoffe wirken sich auch auf den Impfplan des Kantons Nidwalden aus. Vor diesem Hintergrund wird mit dem Online-Anmeldesystem für die Bevölkerung noch zugewartet.

Merken
Drucken
Teilen

(zim) Ursprünglich hatte der Kanton Nidwalden vorgesehen, das Online-Anmeldesystem für eine Covid-19-Impfung in dieser Woche aufzuschalten. Nachdem bei Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech Lieferschwierigkeiten aufgetreten sind, zeichnen sich nach neusten Informationen nun auch bei Moderna, dem Hersteller des zweiten in der Schweiz zugelassenen Impfstoffs, kurzfristige Engpässe ab. Das ist einer Medienmitteilung der Gesundheits- und Sozialdirektion vom Freitag zu entnehmen.

Bisher nicht verwendete Dosen müssen daher für die zweite Impfung von bereits geimpften Personen zurückgehalten werden, da diese innerhalb von drei bis vier Wochen erfolgen sollte, damit sich die volle Schutzwirkung entfaltet.

Bisher 3350 Impfdosen verabreicht

Derzeit können sich in Nidwalden über 75-Jährige und Personen mit einer chronischen Vorerkrankung über ihren Hausarzt für eine Impfung gegen Covid-19 anmelden. Impfwillige Betagte in Alters- und Pflegeheimen haben bisher mindestens eine Impfung erhalten. Total sind im Kanton Nidwalden bisher 3350 Impfdosen verabreicht worden. (zim)

Um diese Frist bei sämtlichen Erstgeimpften einhalten zu können, ist Nidwalden laut Mitteilung aktuell auf eine zusätzliche Packung an Impfstoffen angewiesen. Er stehe diesbezüglich mit anderen Kantonen, die noch über Kontingente an Dosen verfügen und deren bisherige Impfaktion die Abgabe einer Packung zulässt, im Gespräch. Der Kanton habe auf die Anfrage positive Signale erhalten. Die Menge an Impfdosen würde dem betreffenden Kanton zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückerstattet.

Zuerst braucht es wieder mehr Planungssicherheit

Aufgrund dieser Ausgangslage geht die Gesundheits- und Sozialdirektion davon aus, dass zeitliche Verzögerungen im kantonalen Impfplan unausweichlich sind und sich die nächsten Zielgruppen – darunter 65- bis 74-jährige Personen – etwas länger gedulden müssen. Vor diesem Hintergrund wartet der Kanton auch mit der Inbetriebnahme der Online-Registrierung für eine Covid-19-Impfung zu. Es wäre aktuell gar nicht möglich, auf diese Weise einen Termin bei einem Arzt zu vereinbaren. Dazu wird Gesundheitsdirektorin Michèle Blöchliger folgendermassen zitiert:

«Eine Aufschaltung zum jetzigen Zeitpunkt würde vermutlich mehr Verwirrung stiften als einen Nutzen bringen.»

Sobald Planungssicherheit in Bezug auf die Lieferungen von Impfdosen zurückgekehrt ist, will der Kanton die Online-Registrierung für die Bevölkerung ermöglichen.