Corona
Nidwalden kann 975 Impfdosen ausleihen

Für jene Personen, die ihre erste Impfung erhalten haben, stehen nun genügend Dosen für die Zweitimpfung bereit. Diese müssen dem Geberkanton zurückerstattet werden, sobald Lieferengpässe behoben sind.

Florian Arnold
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Die Probleme, die Nidwalden mit dem Impfplan bekundete, sind behoben. Von einem Geberkanton erhält Nidwalden eine Packung mit 975 Impfdosen zur Verfügung gestellt. «Wir sind froh, dass wir auf diesem Weg eine schnelle Lösung gefunden haben und möchten uns für die interkantonale Solidarität bedanken», hält Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger fest. Der Deal lautet wie folgt: Sobald die Lieferengpässe behoben sind, wird die Packung dem Geberkanton zurückerstattet. Noch ist nicht absehbar, wie rasch dies der Fall sein wird.

Jüngst haben die Hersteller der beiden zugelassenen Covid-19-Impfungen Lieferengpässe festgestellt. Dies brachte den Kanton Nidwalden in eine verzwickte Lage (wir berichteten). Denn Personen, die bereits geimpft worden sind, sollten nach drei bis vier Wochen eine zweite Dosis erhalten. Doch dieser Plan hätte mit den vorhandenen Lieferungen nicht eingehalten werden können.

Zeitpunkt der Rückerstattung noch offen

«Das war eine grosse Rechenschieber-Arbeit, um diese Lösung hinzubekommen», erzählt die erleichterte Michèle Blöchliger. Von der Leiterin des Gesundheitsamts und von ihr selber seien etliche Telefonate, E-Mails und Diskussionen nötig gewesen. Denn schliesslich musste die Rechnung auch für den um Hilfe ersuchten Kanton aufgehen. Wann die Packung zurückerstattet werden kann, sei zurzeit nicht abschätzbar.

Mit dem Engpass verbunden ist auch, dass die Online-Registrierung für Impftermine zurzeit nicht möglich ist. Die Software sei vorhanden und funktionstüchtig, so Michèle Blöchliger, «Aber es bringt nicht, wenn sich Leute registrieren, ohne dass wir entsprechende Termine anbieten können.» Auch hierfür muss somit auf die Lieferungen von Impfstoff gewartet werden.